Es wird erwartet, dass die Preise für Gaming-Hardware in den kommenden Jahren aufgrund steigender Komponentenkosten und anderer Faktoren weiter steigen werden. Branchenexperten sehen in der erhöhten Nachfrage nach Arbeitsspeicher durch KI-Rechenzentren einen Haupttreiber. Zudem nennen sie Zölle, Inflation und geopolitische Probleme als mitwirkende Faktoren.
Valve hat letzte Woche die Preise für das Steam Deck um mehr als 200 US-Dollar erhöht. Die Nintendo Switch 2 steht später in diesem Jahr vor einer leichten Preiserhöhung, während Xbox- und PlayStation-5-Konsolen in der jüngsten Zeit bereits mehrfache Preisanstiege verzeichnet haben. Analysten führen die Erhöhungen hauptsächlich auf einen Engpass bei der Versorgung mit Arbeitsspeicher zurück, der durch die Nachfrage von KI-Rechenzentren verursacht wurde. Joost van Dreunen von der NYU Stern merkte an, dass US-Zölle für Volatilität gesorgt und die Produktion in andere Regionen verlagert haben. Dr. Serkan Toto von Kantan Games hob die anhaltende weltweite Inflation und geopolitische Unruhen wie den Iran-Konflikt hervor. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass die Preise mindestens bis zum Zeitraum 2027 bis 2029 weiter steigen werden. Rhys Elliott von Alinea Analytics bezeichnete die aktuellen Erhöhungen als nachlaufende Indikatoren, die mit auslaufenden Lieferverträgen zusammenhängen. James McWhirter von Omdia sagte weitere Preiserhöhungen für die Nintendo Switch 2 im Jahr 2027 voraus. Experten sind sich hinsichtlich eines eventuellen Rückgangs unsicher. Tiago Reis von Newzoo erklärte, dass die Preisuntergrenze für Hardware wahrscheinlich höher liegen werde als vor 2026. Mat Piscatella von Circana merkte an, dass Gaming durch Mobilspiele und Free-to-Play-Titel nach wie vor viele kostengünstige oder kostenlose Optionen bietet.