Der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi erklärte, dass ein dauerhafter Frieden im Nahen Osten nicht ohne die Errichtung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt erreicht werden könne. Er wiederholte Ägyptens Ablehnung aller Versuche, Palästinenser von ihrem Land zu vertreiben. Diese Aussagen machte er in einer Rede bei einem vom Militär organisierten Bildungssymposium zum ägyptischen Tag der Märtyrer.
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi hielt eine Rede bei einem vom Militär organisierten Bildungssymposium zum ägyptischen Tag der Märtyrer, an dem hochrangige Staatsvertreter und Militärführer teilnahmen. Er warnte, dass die Region vor einem kritischen Moment stehe inmitten des laufenden Konflikts, und mahnte, dass eine weitere Eskalation zu erheblichen humanitären, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgen führen könne. Al-Sisi betonte die Notwendigkeit friedlicher Lösungen und erklärte: „Es gibt keine Regelungen ohne Dialog, keine Lösungen ohne Verhandlungen und keinen Frieden ohne gegenseitiges Verständnis, das die Sicherheit gewährleistet und die Völker vor den Tragödien des Krieges schützt.“ Er sprach über die Entwicklungen im Gazastreifen, hob die Bedeutung der vollständigen Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens, der lückenlosen Lieferung humanitärer Hilfe und des Aufbaus von Wiederaufbaumaßnahmen in dem Gebiet hervor. Al-Sisi warnte auch vor Versuchen, Spannungen im Nilbecken und im Horn von Afrika anzuheizen, und bezeichnete solche Schritte als gefährlich und potenziell destabilisierend für die gesamte Region. Auf wirtschaftlicher Ebene sagte Al-Sisi, die ägyptische Wirtschaft befinde sich trotz regionaler und globaler Herausforderungen weiterhin „in einer sicheren Zone“, wies jedoch darauf hin, dass der Krieg im Gazastreifen dem Land seit Oktober 2023 nahezu 10 Mrd. Dollar an Einnahmen aus dem Suezkanal gekostet habe. Im Rahmen der Veranstaltung ehrte Al-Sisi Familien gefallener Soldaten und verwundeter Angehöriger der Sicherheitskräfte. Die Zeremonie bot zudem künstlerische Darbietungen und Dokumentarfilme, die ägyptische Kriegshelden gedachten.