Novak Djokovic war nah dran an einem Rekord-25. Grand-Slam-Titel bei den Australian Open 2026, scheiterte aber im Finale an Carlos Alcaraz. Der serbische Star bezwang Jannik Sinner in einem Fünf-Sets-Halbfinal-Thriller nach einer Verletzung des Gegners im Viertelfinale. Experten fragen nun, ob diese Chance bei 38 Jahren verpasst ist.
Novak Djokovic schwieg frühe Zweifel bei den Australian Open 2026 nieder, indem er ein anspruchsvolles Los bewältigte. Er kämpfte in den frühen Runden, profitierte aber, als Lorenzo Musetti verletzungsbedingt im Viertelfinale aufgab, das den Italiener begünstigt hatte. Djokovic besiegte dann Jannik Sinner in einem Fünf-Sets-Halbfinale und beeindruckte die Beobachter mit seiner Widerstandsfähigkeit. Im Finale gewann Djokovic den ersten Satz gegen Carlos Alcaraz, doch der Spanier drehte das Spiel und holte seinen ersten Australian-Open-Titel sowie einen Karriere-Grand-Slam. Das ließ Djokovic, der seit über zwei Jahren auf seinen 25. Major jagt, über das Ergebnis nachdenken. Sky Sports Tennis-Chefkommentator Jonathan Overend äußerte in einem Interview mit Tennis365 Skepsis bezüglich Djokovics Chancen. „Djokovic ist der Nächste nach Alcaraz und Sinner und mit 38 Jahren ist das ein erschreckender Gedanke, der zeigt, was er noch leistet“, sagte Overend. Overend fragte sich, ob das Turnier Djokovics beste Chance war, und wies auf Alexander Zverevs knappe Niederlage gegen Alcaraz im Halbfinale hin. „Hätte Djokovic im Finale gegen Zverev gespielt, wäre er wahrscheinlich der Favorit gewesen“, fügte er hinzu. „Sinner und Alcaraz in aufeinanderfolgenden Matches zu schlagen ist hart, fast unmöglich, aber das Turnier zeigt alles, was man über seinen Antrieb wissen muss.“ Das Event unterstrich die wachsende Dominanz junger Spieler wie Alcaraz und Sinner und stellte Djokovic als ihren Hauptchallenger in einem kompetitiven Feld dar. Overend betonte, dass andere Kandidaten wie Zverev noch weit von einem Major-Durchbruch entfernt sind.