Am 6. Februar veröffentlichten Indien und die USA eine gemeinsame Erklärung, die den Rahmen für ein vorläufiges Handelsabkommen im Rahmen des vorgeschlagenen Bilateralen Handelsabkommens umreißt. Der Rahmen konzentriert sich auf US-Marktzugang, regulatorische Zugeständnisse und strategische Abstimmung, doch Bedenken hinsichtlich fehlender Balance und Reziprozität wurden geäußert. Experten warnen, dass dies die wirtschaftliche Autonomie Indiens beeinträchtigen könnte.
Am 6. Februar 2026 veröffentlichten Indien und die Vereinigten Staaten eine gemeinsame Erklärung, die den Rahmen für ein vorläufiges Handelsabkommen im Rahmen des vorgeschlagenen Bilateralen Handelsabkommens umreißt. Dieser Schritt stellt eine bedeutende Verschiebung dar, um Indien enger in die Weltwirtschaft zu integrieren, insbesondere nach dem kürzlichen Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU. Die Erklärung umfasst die Absicht Indiens, US-Waren im Wert von 500 Milliarden US-Dollar in den nächsten fünf Jahren zu kaufen, einschließlich Flugzeuge, Energieprodukte und Technologie. Analysten halten dieses Ziel jedoch angesichts der aktuellen Importe von rund 45 Milliarden US-Dollar jährlich für unrealistisch. Die USA haben reziproke Zölle von 50 auf 18 Prozent gesenkt, was indischen Exporten in Textilien, Leder und Chemikalien zugutekommt. Indien stimmt zu, MFN-Zölle auf alle US-Industriegüter und eine Reihe landwirtschaftlicher Produkte wie DDGs, roten Sorghum, Früchte und Sojaöl zu senken oder zu streichen. Nicht-tarifäre Handelshemmnisse werden gelockert, einschließlich entspannter Regeln für Medizinprodukte und ICT-Produkte. Im digitalen Handel wird Druck auf Indien ausgeübt, seine Opposition gegen das WTO-Moratorium für Zölle auf elektronische Übermittlungen aufzugeben. Der Schwerpunkt liegt auf „wirtschaftlicher Sicherheitsabstimmung“, die Indien an US-Politiken binden könnte, einschließlich der Überwachung von russischen Ölimports. Präsident Donald Trump erklärte am 2. Februar, Indien werde russische Ölimporte einstellen, doch es gibt keine Bestätigung von indischer Seite. Die USA werden Indiens Käufe von russischem Öl überwachen und bei Bedarf hohe Zölle verhängen. Diese Abkommen werden indische Exporte ankurbeln, bergen aber das Risiko, regulatorische Autonomie und strategische Flexibilität zu verlieren. Experten raten, in der nächsten Phase Balance, Klarheit und Reziprozität sicherzustellen. Das Indien-EU-Abkommen, das Marktzugang für 99 Prozent der indischen Exporte bietet, stärkt dieses US-Abkommen.