Die mexikanische Regierung hat am Sonntag 814 Tonnen Versorgungsgüter nach Kuba verschickt, an Bord von zwei Marineschiffen aus Veracruz, als Reaktion auf die schwere Energiekrise der Insel, ausgelöst durch US-Sanktionen. Die Hilfe umfasst Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel, während Kuba warnt, dass seine Fluggesellschaften bereits am Montag keinen Flugtreibstoff mehr haben. Präsidentin Claudia Sheinbaum bekräftigte die Solidarität Mexikos mit Kuba.
Angesichts einer eskalierenden Energiekrise in Kuba hat Mexiko rasch humanitäre Unterstützung geleistet. Am Sonntag, dem 8. Februar 2026, verließen zwei Schiffe der mexikanischen Marine, die Papaloapan und die Isla Holbox, den Hafen von Veracruz mit über 814 Tonnen Versorgungsgütern für die Zivilbevölkerung Kubas. Die Papaloapan, die um 8:00 Uhr ablegte, befördert rund 536 Tonnen essenzielle Lebensmittel und Hygieneartikel, darunter Flüssigmilch, Fleischprodukte, Kekse, Bohnen, Reis, Thunfisch in Wasser, Sardinen, Pflanzenöl und Reinigungsmittel. Die Isla Holbox, die mittags ablegte, transportiert mehr als 277 Tonnen Milchpulver, um ernährungsbedingte Bedürfnisse zu decken. Beide Schiffe sollen am Donnerstag, dem 12. Februar, nach einer Fahrt von geschätzten vier Tagen in Kuba eintreffen. Dieser Einsatz folgt auf die Streichung von Öllieferungen der Pemex an Kuba aufgrund US-amerikanischer Druckausübung. Präsident Donald Trump unterzeichnete am 29. Januar einen Executive Order, der Zölle gegen Länder androht, die Rohöl an die Insel liefern, unter Berufung auf nationale Sicherheitsrisiken. Folglich leidet Kuba, das nur ein Drittel seines Energiebedarfs deckt, unter Stromausfällen, die über die Hälfte des Territoriums betreffen, und hat einen Notplan erlassen: Einstellung des Dieserverkaufs, Kürzung der Öffnungszeiten in Krankenhäusern und Büros sowie Schließung einiger Hotels. Die kubanische Regierung warnte internationale Fluggesellschaften, dass ab Montag, dem 9. Februar, aufgrund der Ölabblockade kein Flugtreibstoff mehr verfügbar sein wird. Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte kürzlich, Mexiko habe den Transport diplomatisch mit den kubanischen Behörden abgestimmt und verhandelt über die Wiederaufnahme von Rohöl-Lieferungen trotz der Sanktionen. Das Außenministerium (SRE) erklärte in einer Mitteilung: „Das Volk Mexikos hält seine Tradition der Solidarität mit den Völkern Lateinamerikas und insbesondere mit dem Volk Kubas lebendig.“ Zusätzlich warten über 1.500 Tonnen Milchpulver und Bohnen auf zukünftige Sendungen, was das humanitäre Engagement Mexikos unterstreicht.