Seit Donald Trump erneut US-Präsident ist, haben die russischen Luftangriffe auf die Ukraine stark zugenommen, wie Daten einer US-Denkfabrik zeigen. Präsident Trump behauptet, Wladimir Putin respektiere ihn und der Krieg wäre unter seiner Führung nie begonnen worden, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Trotz Trumps Aufrufen zum Waffenstillstand eskaliert der Konflikt weiter.
Donald Trump wiederholt oft, dass der Krieg in der Ukraine 'Bidens Krieg' sei und unter seiner Präsidentschaft nie begonnen hätte. 'Das ist Bidens Krieg. Dieser Krieg hätte nie begonnen, wenn ich Präsident gewesen wäre', sagte er. Er führt dies darauf zurück, dass Putin ihn respektiere und daher nicht die gesamte Ukraine erobere. 'Ich glaube, das liegt an mir', erklärte Trump in einem Interview vergangenen Jahres.
Tatsächlich haben sich die russischen Luftattacken seit Trumps Amtsantritt vervielfacht. Die US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) analysierte Daten der ukrainischen Luftwaffe aus deren Social-Media-Meldungen. Erfasst wurden Raketen und Drohnen aus Russland. In Trumps erstem Amtsjahr ließ Russland mehr als 55.000 Geschosse und Drohnen auf die Ukraine los – mehr als das Siebenfache im Vergleich zu Bidens letztem Jahr.
Trumps Aufrufe halfen nicht. Im April 2025 schrieb er auf Truth Social: 'Wladimir, STOPP'. Putin ignorierte dies. Trump ahnte: 'Das lässt mich glauben, dass er den Krieg gar nicht stoppen will, dass er mich nur hinhält'. Die Angriffe stiegen auf den höchsten Stand des Krieges.
Im August 2025 empfing Trump Putin in Alaska und applaudierte ihm. Danach plädierte er für ein direktes Friedensabkommen statt eines Waffenstillstands, da letzterer oft scheitere. Trump zeigte Verständnis für Putins Furcht, die Ukraine könnte sich in einer Pause neu aufrüsten.
Vergangene Woche erzählte Trump im Oval Office, er habe Putin gebeten, wegen des eisigen Wetters eine Woche nicht zu schießen. 'Und er hat zugestimmt', sagte er. Weniger als 24 Stunden später startete Russland über 450 Drohnen und 70 Raketen Richtung Ukraine.
Diese Entwicklungen unterstreichen die anhaltende Eskalation trotz diplomatischer Bemühungen.