Der Oberste Gerichtshof stellte am 14. Juli die Einstufung von Englisch als nicht-heimische Sprache durch das Central Board of Secondary Education im Rahmen des Drei-Sprachen-Modells für Schüler der 9. Klasse infrage.
Richter Joymalya Bagchi, Teil eines von Oberrichter Surya Kant geleiteten Gremiums, fragte, ob Englisch, das in Indien seit über 300 Jahren gesprochen wird und in mindestens fünf Bundesstaaten offiziell verwendet wird, als eine indigene indische Sprache betrachtet werden könne. Das Gericht merkte an, dass der Begriff "heimisch" koloniale Konnotationen trage und weder in der Verfassung noch in den Gesetzen vorkomme, welche stattdessen von Muttersprache oder indischen Sprachen sprechen.
Das Drei-Sprachen-Modell, dessen Start von 2030 auf das akademische Jahr 2026-2027 vorgezogen wurde, verlangt von den Schülern das Erlernen von mindestens zwei heimischen indischen Sprachen. Die für Eltern und Schüler auftretenden Anwälte wiesen auf einen Mangel an Lehrbüchern und Lehrkräften hin, da Lehrmaterialien nur für wenige der 22 gelisteten Sprachen verfügbar seien.
Das CBSE räumte in einer eidesstattlichen Erklärung vom 13. Juli mögliche Ressourcenprobleme ein, schlug jedoch den Einsatz von pensionierten Lehrern und qualifizierten Postgraduierten als Übergangslösung vor. Der National Council of Educational Research and Training erklärte, dass Lernmaterialien für die verbleibenden Sprachen bis Ende Juli 2026 zur Verfügung stehen würden. Das Gericht stellte einen Bescheid zu und setzte die nächste Anhörung für den 22. Juli an.