Das schwedische Rollstuhl-Curling-Team hat bei den Paralympics in Cortina, Italien, nach einem 7–4-Sieg gegen Südkorea eine Bronzemedaille geholt. Skip Viljo Petersson-Dahl führte das Team zum Sieg trotz einer Halbfinalniederlage gegen China. Dies ist die siebte Medaille Schwedens bei den Spielen.
Das schwedische Rollstuhl-Curling-Team unter Führung des 43-jährigen Viljo Petersson-Dahl hat das Bronzespiel gegen Südkorea mit 7–4 bei den Paralympics in Cortina d'Ampezzo, Italien, gewonnen. Dies ist die zweite Paralympics-Medaille des Teams nach Silber in Peking 2022. Vier von fünf Spielern im aktuellen Team sind dieselben wie in der Silber gewinnenden Mannschaft aus China aus Peking 2022. Die Mannschaft erreichte das Halbfinale, unterlag aber China. Im Bronzespiel übernahm Schweden in der sechsten End(e) die Kontrolle, als Südkoreas Yang Hui-Tae mit seinem letzten Stein scheiterte und Schweden damit zwei Punkte verschaffte sowie eine 5–2-Führung bei zwei verbleibenden Ends. „Er hat falsch gewählt und uns eine Zwei gegeben, könnte man sagen“, kommentierte Petersson-Dahl gegenüber SVT. Das Finish war dramatisch: Südkorea erzielte in der nächsten End(e) zwei Punkte und schloss auf, doch Schweden, das den Hammer hielt, hielt stand und sicherte die Medaille. Petersson-Dahl dominierte mit mehreren Supersteinen in druckvollen Situationen. Danach drückte er seinen Stolz aus: „Ich bin so stolz auf das Team. Unglaublich glücklich, dass wir es geschafft haben, uns neu aufzuladen. Wir haben ein unglaublich gutes Spiel gegen China hingelegt, und es war herzzerreißend, am Schluss zu verlieren.“ Er fügte hinzu: „Wir haben uns geweigert, ohne Medaille nach Hause zu fahren. Mit Platz vier heimzukehren wäre verheerend gewesen.“ Die Bronze ist Schwedens siebte Medaille bei den Paralympics. Zuvor hat die Alpinski-Fahrerin Ebba Årsjö drei Gold- und eine Bronzemedaille gewonnen, während Zebastian Modin zwei Bronzemedaillen im Skilanglauf geholt hat.