USA ziehen Botschaftspersonal aus Israel ab wegen Iran-Spannungen

Angesichts wachsender Spannungen mit dem Iran haben die USA die Ausreise für nicht essenzielles Botschaftspersonal und Angehörige aus Israel genehmigt. Präsident Trump äußerte Unzufriedenheit über die Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm und drohte mit militärischen Maßnahmen. Die IAEA berichtet von Aktivitäten an einem Uran-Lager im Iran.

Die USA haben aufgrund von Sicherheitsrisiken einem Teil des Botschaftspersonals in Israel die Ausreise genehmigt. Nicht für den Notfall benötigtes Personal sowie alle Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern dürfen das Land verlassen, teilte die US-Botschaft in Israel mit. Das US-Außenministerium genehmigte dies wegen Sicherheitsrisiken. Weitere Einschränkungen für Regierungsmitarbeiter und Angehörige sind möglich, einschließlich Reiseverboten in bestimmte Gebiete Israels. Personen sollten Israel verlassen, solange kommerzielle Flüge verfügbar sind.

US-Botschafter Mike Huckabee empfahl laut der „New York Times“ all seinen Mitarbeitern, die abreisen wollen, dies noch heute zu tun. Er verschickte am Vormittag eine entsprechende E-Mail.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Freitag unzufrieden über die Gespräche mit dem Iran. „Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten“, sagte Trump in Washington. „Sie sollten ein Abkommen abschließen, das wäre klug von ihnen.“ Der Iran habe nicht eingewilligt, auf den Besitz und Erwerb von Atomwaffen zu verzichten. „Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht.“ Zu einem möglichen Militäreinsatz sagte Trump: „Es wäre netter, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei – aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen.“ Er betonte, das „stärkste Militär der Welt“ nicht einsetzen zu wollen, und habe noch keine abschließende Entscheidung getroffen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat auf Satellitenbildern Aktivitäten rund um ein unterirdisches Lager für hochangereichertes Uran im Iran beobachtet. IAEA-Chef Rafael Grossi teilte dies in einem Bericht in Wien mit. Die IAEA könne das Material nicht vor Ort überprüfen, da Teheran dies nicht zulasse. Der Bericht wurde vor weiteren Verhandlungen in Wien erstellt.

Israel und die USA hatten im vergangenen Juni iranische Atomanlagen bombardiert, um Atomwaffenproduktion zu verhindern. Seitdem erlaubt der Iran keine IAEA-Inspektionen an diesen Standorten; sie werden nur per Satellit überwacht. Die IAEA kann nicht prüfen, ob der Iran die Urananreicherung eingestellt hat oder wie viel Uran vorhanden ist. Grossi schrieb, es sei „unverzichtbar und dringend“, dass Teheran Inspektionen erlaube.

Regelmäßige Fahrzeugaktivitäten wurden bei einem Zugang zur Uran-Lagerstätte in Isfahan beobachtet, ebenso an angegriffenen Anreicherungsanlagen.

Vor den Angriffen hatte der Iran rund 440 Kilogramm Uran mit 60 Prozent Reinheitsgrad, genug für mehrere Atomwaffen bei Weiterverarbeitung. Der Verbleib ist ungeklärt.

Die USA und der Iran verhandelten zuletzt in Genf unter omanscher Vermittlung. Nächste Woche folgen technische Gespräche in Wien. Die USA wollen Teherans Atomwaffenentwicklung verhindern; der Iran bestreitet Absichten, ist bereit, das Programm zu begrenzen, und fordert Sanktionsaufhebung. Trump stellte ein Ultimatum bis Anfang März und drohte mit Militär.

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