'A Sad and Beautiful World': Rezension lobt libanesischen Oscar-Beitrag

Libanons Oscar-Einreichung 'A Sad and Beautiful World' erhält positive Kritiken für ihre evokative Romanze, die sich über drei Jahrzehnte inmitten nationaler Krisen erstreckt. Regisseur Cyril Aris gestaltet die Geschichte der vorbestimmten Liebenden Nino und Yasmina, deren Beziehung die turbulente Geschichte des Libanon widerspiegelt. Der Film verbindet magischen Realismus mit starken Leistungen der Hauptdarsteller Hasan Akil und Mounia Akl.

Filmübersicht

'A Sad and Beautiful World' verfolgt Nino (Hasan Akil) und Yasmina (Mounia Akl), die nur Minuten auseinander in einem Beiruter Krankenhaus während des Krieges geboren werden. Ihre Anziehung-oppositer-Pole-Romanze entfaltet sich über drei Jahrzehnte, geprägt von Libanons wirtschaftlichem und politischem Tumult. Ninos ewigem Optimismus steht Yasminas realistische Besorgnis gegenüber, verwurzelt in persönlichen Traumata wie dem Tod seiner Eltern und der Trennung ihrer Eltern.

Erzählung und Stil

Die Geschichte nutzt Flashbacks, kinetische Kameraführung und collageartigen Schnitt, um Zeitepochen zu durchqueren. Frühe Szenen wecken Assoziationen zu romantischen Komödien mit zufälligen Begegnungen, wie Nino, der mit seinem Auto in das Geschäft von Yasminas Mutter kracht. Je tiefer sich ihre Bindung zu Ehe und Elternschaft entwickelt, desto grauer werden die Töne, was den Niedergang des Libanon widerspiegelt. Magisch-realistische Elemente wie Ninos Vision einer paradiesischen Insel symbolisieren einen sicheren Zufluchtsort. Die elektronische Filmmusik des Komponisten Anthony Sahyoun verleiht hoffnungsvolle, doch introspektive Stimmungen.

Leistungen und Themen

Akil und Akl liefern überzeugende Chemie, wobei Akils Positivität mit Akls Strenge kollidiert und so ihre Kompatibilität hervorhebt. Kameramann Joe Saade fängt Intimität mit Nahaufnahmen und innovativen Einstellungen ein. Der Film passt romantische Topoi an den geopolitischen Kontext an und zeigt, wie nationale Krisen in private Leben eindringen und Entscheidungen zwischen Heimatverbundenheit und Trennung zur Überlebenssicherung erzwingen.

Festival- und Produktionsdetails

Nach Vorführungen bei den Filmfestivals von Venedig, Asian World und Red Sea besprochen, wird der 110-minütige Film von Abbout Productions, Reynard Films und Diversity Hire produziert. Cyril Aris inszeniert und schreibt gemeinsam mit Bane Fakih, mit Schwerpunkt auf Themen wie Schicksal und Resilienz.

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