Andrea Bocelli wird am Samstag ein kostenloses Konzert auf dem ikonischen Zócalo in Mexiko-Stadt geben, begleitet vom Minería Symphony Orchestra, Los Ángeles Azules und Ximena Sariñana. In einem Interview vor dem Auftritt bezeichnete der italienische Tenor die Oper als das „Paradies der Musik“ und forderte einen breiteren Zugang zu diesem Genre. Er möchte klassische Traditionen mit populärer Anziehungskraft verbinden.
Bocelli teilte seine Leidenschaft für die Oper während eines Gesprächs mit Billboard Español in Mexiko-Stadt. „Die Oper ist das Paradies der Musik; das habe ich schon immer geglaubt“, sagte er und argumentierte, dass das Genre, das vor über 400 Jahren als populäres Phänomen entstand, ein breiteres Publikum jenseits seiner derzeitigen kultivierten Anhängerschaft erreichen sollte. Er verwies auf die Ursprünge der Oper mit Monteverdis L’Orfeo im Jahr 1607 und hob die wissenschaftlich belegten therapeutischen Vorteile klassischer Musik hervor, wobei er Schulen dazu aufrief, sie der Jugend näherzubringen. „Es ist nie zu spät“, fügte Bocelli hinzu und reagierte auf Kritik wie die von Schauspieler Timothée Chalamet, der die Relevanz der Oper infrage stellte, mit den Worten: „Schönheit hat kein Verfallsdatum.“ Werke wie Michelangelos Pietà seien zeitlos beständig, betonte er. Bocelli äußerte sich begeistert über sein Duett mit der Cumbia-Gruppe Los Ángeles Azules und bezeichnete solche Zusammenarbeiten als bereichernd. Der Auftritt auf dem Zócalo unterstreicht sein Bestreben nach mehr Zugänglichkeit. Nach Mexiko setzt er die „Romanza 30th Anniversary World Tour 2026“ fort, die an das 1997 erschienene Album erinnert, welches 51 Wochen lang die Billboard World Albums Charts anführte und zum meistverkauften italienischen sowie nicht-englischsprachigen Album aller Zeiten wurde. Bocelli erinnerte sich an den überraschenden Erfolg des Albums, der ihn dazu zwang, die Titel für die US-Etappen der Tour im September und Dezember neu zu erlernen.