BMG verklagt Anthropic wegen Urheberrechtsverletzung bei Claude-Training

Die Musikrechtefirma BMG hat eine Klage gegen die KI-Firma Anthropic eingereicht. Sie behauptet, dass der Chatbot Claude unerlaubt Songtexte verwendet hat, um sie zu trainieren. In der Klage wird behauptet, dass die Rechtsverletzung bis zur Gründung von Anthropic zurückreicht und Werke von Künstlern wie Justin Bieber und Bruno Mars betrifft. BMG fordert Schadensersatz in Höhe von bis zu 150.000 Dollar pro verletztem Werk.

BMG reichte die Klage am 17. März 2026 bei einem Bundesgericht in Kalifornien ein und beschuldigte Anthropic der Verletzung von Urheberrechten durch die Verwendung von Songtexten aus von BMG verwalteten Kompositionen, um Claude zu trainieren. In der 47-seitigen Klageschrift wird detailliert beschrieben, wie Anthropic seit seiner Gründung im Jahr 2021 durch ehemalige OpenAI-Mitarbeiter angeblich Texte von öffentlichen Websites, illegalen Raubkopien, MusicMatch, LyricFind und Notenbüchern abgreift. Konkrete Beispiele sind Claude, der erhebliche Teile der Texte von Bruno Mars' "Uptown Funk", den Rolling Stones' "You Can't Always Get What You Want", Louis Armstrongs "What A Wonderful World", Ariana Grandes "7 Rings" und 3 Doors Downs "Kryptonite" ausgibt. Berichten zufolge werden sogar bei Aufforderungen zur Eingabe von Originaltexten Derivate oder Mash-Ups auf der Grundlage dieser Werke erstellt, heißt es in der Klage. Eine nicht erschöpfende Liste in der Klageschrift nennt 467 angeblich verletzte Songs, was zu einer Schadensersatzsumme von mindestens 70 Millionen Dollar bei einem gesetzlichen Höchstbetrag von 150.000 Dollar pro Werk führen könnte. BMG gibt an, im Dezember 2025 ein Unterlassungsschreiben verschickt zu haben, auf das Anthropic nicht geantwortet hat, und hat die Nutzung nie genehmigt. Anthropic hat in eklatanter Weise gegen die Urheberrechtsgesetze verstoßen und BMG und den Songwritern, die es stolz vertritt, direkten Schaden zugefügt", heißt es in der Klageschrift. Generationen von Erfindern haben revolutionäre neue Produkte auf den Markt gebracht und dabei das Urheberrecht beachtet. Die rasche Entwicklung der neuen Technologie von Anthropic ist keine Entschuldigung für die ungeheuerlichen Gesetzesverstöße des Unternehmens. Ein BMG-Sprecher fügte hinzu: "Der Schutz der Rechte derjenigen, die BMG ihr Lebenswerk anvertrauen, ist unerlässlich... Urheberrechtsschutz und faire Vergütung sind nicht verhandelbar. In der Klage wird auch die sekundäre Haftung für die Verstöße der Nutzer geltend gemacht und die Offenlegung der Trainingsdaten von Anthropic verlangt. Dies folgt auf ähnliche Fälle der Universal Music Publishing Group, Concord Music und ABKCO Music seit 2023. Anthropic, das kürzlich nach einer Kapitalerhöhung von 30 Milliarden Dollar mit 380 Milliarden Dollar bewertet wurde, gab keinen Kommentar ab. Das Unternehmen verteidigt sich in den laufenden Rechtsstreitigkeiten auf die faire Nutzung.

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