Rika Hiraki, die Mixed-Doppel-Siegerin der French Open 1997, wurde in Japan aufgrund ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem Online-Betrugsfall aus dem Jahr 2022 festgenommen. Die ehemalige Nummer 26 der Doppel-Weltrangliste bestreitet jegliche Verwicklung in den Betrug.
Die Polizei der Präfektur Kochi beschuldigt die 54-Jährige, an einem Betrug gegen eine Frau aus der Präfektur Kagoshima beteiligt gewesen zu sein. Bei dem Schema gab sich ein Mann in den sozialen Medien als orthopädischer Chirurg aus und brachte das Opfer dazu, 300.000 Yen, umgerechnet etwa 1.850 US-Dollar, für die Freigabe von Entschädigungsgeldern zu zahlen. Die Behörden konnten die Zahlung einem Konto unter Hirakis Namen zuordnen. Sie wurde dabei gefilmt, wie sie während des Vorgangs Geld von diesem Konto an einem Geldautomaten abhob. Die Polizei berichtete zudem von weiteren Betrugsfällen im Zusammenhang mit einem Kryptowährungskonto auf ihren Namen. Hiraki, die heute als Büroangestellte in Shiroi östlich von Tokio arbeitet, gab an, keine Erinnerung an die Ereignisse zu haben. Die Ermittler prüfen nun, ob sie freiwillig teilnahm oder ob ihre Kontodaten von anderen missbraucht wurden. Während ihrer Karriere gewann Hiraki sechs WTA-Titel und mehr als 852.000 US-Dollar an Preisgeldern. Sie war die erste japanische Spielerin, die einen Grand-Slam-Titel gewann, als sie 1997 an der Seite von Mahesh Bhupathi den Mixed-Doppel-Titel bei Roland Garros errang.