Prakazrel 'Pras' Michel, Gründungsmitglied der Fugees, wurde zu 14 Jahren Bundesgefängnis wegen Verschwörung und illegaler ausländischer Lobbytätigkeit verurteilt. Der Richter in Washington, D.C., fällte das Urteil am 20. November nach seiner Verurteilung 2023 wegen aller Anklagepunkte. Michel muss zudem fast 65 Millionen Dollar verwirken und danach drei Jahre Bewährung absitzen.
Details zur Verurteilung
Bundesrichterin Colleen Kollar-Kotelly in Washington, D.C., verhängte am Donnerstag, dem 20. November, die 14-jährige Haftstrafe gegen Pras Michel, die unter dem möglichen Maximum von 22 Jahren liegt. Das Urteil basiert auf Michels Prozess im Jahr 2023, in dem er aller 10 Anklagepunkte für schuldig befunden wurde, darunter Verschwörung zum Betrug der US-Regierung, ausländische und Strohmann-Kampagnenspenden, Verschleierung wesentlicher Tatsachen und Fälschung von Aufzeichnungen.
Hintergrund und Anklagen
Michel stand seit 2019 wegen Verstößen gegen Kampagnenfinanzierungsregeln vor Gericht. Staatsanwälte warfen ihm vor, illegale Gelder des malaysischen Finanziers Jho Low — auch bekannt als Low Taek Jho — in Barack Obamas Wiederwahlkampagne 2012 geleitet zu haben. Spätere Bemühungen sollten angeblich die Trump-Regierung dazu bringen, eine Justizministerium-Ermittlung gegen Low zu stoppen. Im Prozess sagte Schauspieler Leonardo DiCaprio über Lows Beteiligung an der Finanzierung des Films The Wolf of Wall Street von 2013 aus.
Entwicklungen nach dem Prozess
Nach der Verurteilung beantragte Michel einen Neuauflage des Prozesses und argumentierte, sein Anwalt David Kenner habe Künstliche Intelligenz für das Schlussplädoyer verwendet. Getrennt davon klagte Michel letztes Jahr seine Fugees-Bandkollegin Lauryn Hill wegen der Absage einer Reunion-Tour an. Sein neues Rechts(team plant, sowohl die Verurteilungen als auch das Urteil anzufechten.
Der Fall beleuchtet die Verbindungen zwischen Unterhaltungsstars und politischen Finanzströmen, wobei Michels Musikkarriere nun von diesen Rechtsstreitigkeiten überschattet wird.