Galatasaray gelangte zu einem atemberaubenden Comeback und besiegte Juventus 5:2 im Hinspiel ihres UEFA-Champions-League-Playoff-Duells in Istanbul. Die türkische Mannschaft drehte ein Halbzeitdefizit um, nachdem Juventus’ Juan Cabal vom Platz gewiesen wurde, wobei Noa Lang doppelt traf. Das Ergebnis stellt Galatasaray in eine starke Position vor dem Rückspiel in Turin.
Das Spiel im Ali Sami Yen Sports Complex am 17. Februar 2026 begann mit einer frühen Führung von Galatasaray in der 20. Minute. Der ehemalige Norwich-Mittelfeldspieler Gabriel Sara krümmte einen Schuss aus dem Strafraumeck ins Netz, nachdem Victor Osimhen den Ball erobert hatte. Juventus glich nur eine Minute später aus, als Pierre Kalulu einen Ball per Kopf auf das Tor von Torwart Ugurcan Cakir lenkte, der ihn fallen ließ, sodass Teun Koopmeiners den Rebound eindrosch. Koopmeiners brachte Juventus dann in Führung mit einem tollen Schuss unters Dach nach einem Passwechsel mit Weston McKennie und verschaffte den Gästen eine 2:1-Halbzeitführung. Die zweite Halbzeit änderte sich dramatisch, als Verteidiger Juan Cabal, der in der Pause eingewechselt wurde, nach 22 Minuten zwei Gelbe kassierte und vom Feld flog. Galatasaray nutzte die Chance rasch. Baris Yilmaz flankte von rechts, und Noa Lang vollendete den Ausgleich in der 49. Minute. Gabriel Sara lieferte dann eine Freistoßvorlage, die Davinson Sanchez per Kopf zum 3:2 in der 60. Minute machte. Lang erzielte sein zweites Tor in der 75. Minute, indem er den Ball nach einem Fehlpass von Khephren Thuram an Lloyd Kelly stahl. Einwechsler Sacha Boey besiegelte den Sieg mit einem Schuss aus spitzem Winkel in der 86. Minute. Es war erst das zweite Mal, dass Galatasaray vier oder mehr Tore in einem Champions-League-Spiel erzielte, das erste seit der Jahrtausendwende. Juventus, das die meisten roten Karten in der Champions-League-Geschichte hat, kämpfte defensiv nach der Ausweisung und kassierte erstmals seit 1958/59 fünf Tore in einem europäischen K.o.-Spiel. Unter Trainer Luciano Spalletti hat Juventus im Angriff zugelegt, ist hinten aber weiterhin anfällig, wie die 10 Gegentore in acht Ligaphasen-Spielen zeigen. Das Team von Trainer Okan Buruk geht nun mit einem Dreitorvorsprung in das Rückspiel. Juventus unter Spalletti kämpft um die Top 4 in der Serie A, hat aber eine harte Nuss zu knacken, um weiterzukommen.