Die französische Metal-Band Gojira plant nicht, eines ihrer Alben in Gänze bei Live-Konzerten aufzuführen, so Lead-Sänger Joe Duplantier. In einem kürzlichen Interview erläuterte Duplantier die Unterschiede zwischen aufgenommener Musik und Live-Energie und gab Updates zum kommenden Album der Band. Die Aussage fällt inmitten wachsender Trends zu vollständigen Album-Sets in der Metal-Szene.
Gojira, das französische Metal-Quartett, das für die Vermischung dunkler, zerstörerischer Riffs mit triumphierenden Melodien bekannt ist, hält sich von einem populären Trend bei Live-Auftritten fern: das Spielen ganzer Alben von Anfang bis Ende. Lead-Sänger und Gitarrist Joe Duplantier teilte diese Haltung in einem Interview mit Rolling Stone France mit und betonte, dass solche Sets nicht zum dynamischen Ansatz der Band passen.
„Wir haben es schon in der Probe versucht, aber es funktioniert nicht“, sagte Duplantier. Er beschrieb das Hören eines aufgenommenen Albums als intime Erfahrung, vergleichbar mit „auf dem Bett liegen, Kopfhörer auf, einer Geschichte folgen, mit ein paar verrückten Dingen, die passieren“. Im Gegensatz dazu, so stellte er fest, leben Live-Shows von roher Energie, und das Erzwingen einer Studio-Narrative auf die Bühne könnte zu einer unüberzeugenden Performance führen. Während vollständige Album-Wiedergaben für Jubiläen üblich geworden sind, hat sich Gojira für Alternativen entschieden, wie eine kürzliche Live-in-Studio-Aufnahme, die ihr Debüt von 2005 „From Mars to Sirius“ feiert.
Die Band, bestehend aus Duplantier, seinem Bruder Mario am Schlagzeug, Gitarrist Christian Andreu und Bassist Jean-Michel Labadie, hat die letzten 15 Jahre damit verbracht, die duale Natur der Menschheit zu erkunden – sie als sowohl parasitär als auch fähig zu tiefer Schönheit betrachtend. Diese Philosophie prägt ihre Musik und ihren kreativen Prozess. Interne Meinungsverschiedenheiten haben ihren Fortschritt nicht behindert, sondern ihre Botschaft verfeinert, so Duplantier: „Das sind kostbare Dinge, weil es bedeutet, dass die Botschaft der Band immer raffinierter wird.“
Ausblickend arbeitet Gojira aktiv an einem neuen Album, das vorläufig für 2026 geplant ist. Die Produktion umfasst einen mobilen Studioaufbau, der es der Band ermöglicht, Tracks während Tourneen zu entwickeln. „Wir haben ein mobiles Studio, also können wir auch unterwegs daran arbeiten“, erklärte Duplantier. „[Das Album nimmt allmählich Gestalt an und] wir haben solide Grundlagen und einige Tracks haben schon Demos.“
Dieses Engagement für Evolution unterstreicht Gojiras Hingabe, Authentizität sowohl bei Aufnahmen als auch bei Performances zu wahren.