Die zweite Kohorte des japanischen Film Frontier Global Networking Program wurde angekündigt und umfasst die Regisseure Kaneko Yurina, Kusano Natsuka, Takahashi Sota, Fujimoto Akio sowie den Produzenten Yoshihara Hiroyuki. Die Teilnehmer erhalten 18 Monate Unterstützung, um ihre internationalen Karrieren voranzutreiben, präsentiert auf dem 38. Tokyo International Film Festival. Das Programm zielt darauf ab, globale Kreativprofis durch Netzwerken, Festivalteilnahmen und Entwicklungsberatung zu fördern.
Programmübersicht
Das Film Frontier Global Networking Program, Teil des Japan Creator Support Fund, das 2023 gegründet wurde, bietet maßgeschneiderte Unterstützung für Filmemacher, die internationale Chancen suchen. Finanziert von der Agentur für Kulturelle Angelegenheiten über den Japan Arts Council, umfasst es Beratung zu globaler Entwicklung, Teilnahme an Auslandfestivals und Branchennetzwerken. Diese Ausgabe erweitert sich um Englisch-Pitching-Training und Initiativen für internationale Märkte, beginnend im Oktober.
Das Programm ist eines von drei Film Frontier-Initiativen, neben Feature Anime Creators in Progress und dem Residency Program. Die Auswahl konzentrierte sich auf hochwertige, originelle Projekte, wie von den Komiteemitgliedern bemerkt.
Ankündigungsveranstaltung
Die Empfänger wurden während des 38. Tokyo International Film Festival enthüllt. Die Veranstaltung umfasste Berichte der Regisseurin der ersten Kohorte Nakanishi Mai und der Teilnehmerin am Residency Program Yamashita Tsubomi, gefolgt von einem Panel mit Regisseurin Ishikawa Kei, TIFF-Programmdirektor Ichiyama Shozo und Christian Jeune vom Cannes Film Festival.
Ichiyama kommentierte: „Nochmals waren die Bewerber von extrem hohem Standard, und der Auswahlprozess war wirklich herausfordernd. Wir haben Projekte gewählt, die wir für hoch machbar halten, und ich hoffe, dass die Teilnehmer damit nächstes Jahr beginnen.“
Ishikawa fügte hinzu: „Als Regisseurin habe ich mich nicht auf die Machbarkeit konzentriert, sondern rein auf die Exzellenz der Vorschläge. Alle ausgewählten Projekte sind hochgradig originell und können nur von diesen Teilnehmern umgesetzt werden. Ich glaube, sie werden sogar zu meinen Konkurrenten für mein nächstes Werk.“
Teilnehmer und Hintergrund
Kaneko Yurina (Regisseurin): Debutierte mit „People Who Talk to Plushies Are Kind“ (2023), ausgewählt für die Asian New Talent-Sektion des Shanghai International Film Festival. Sie hob den Wert des Programms für Fundraising hervor.
Kusano Natsuka (Regisseurin): Ihr Film „The Kingdom (or About That House)“ (2018) wurde beim International Film Festival Rotterdam gezeigt und von der BFI als eines der besten des Jahres genannt. Sie äußerte Begeisterung für dedizierte Recherchezeit per Video.
Takahashi Sota (Regisseur): „Memory Devices“ gewann den Audience Award bei den PFF Award 2023; er inszenierte „Addressee Unknown“ (2025) für NDJC. Er nannte die Auswahl einen Schlüssel-Schritt für seinen lange geplanten Serbien-Film.
Fujimoto Akio (Regisseur): Sein neuestes Werk „Lost Land“ über Rohingya-Flüchtlinge gewann den Sonderjury-Preis in der Horizons-Sektion der Venice Film Festival und läuft bei TIFF, mit Kinostart in Japan im Frühling 2026.
Yoshihara Hiroyuki (Produzent): Beteiligt an Koproduktionen wie Japan-Korea „3mm Love“ und Japan-Taiwan-Polen „Good Death“. Er schätzte die Auswahl trotz der Herausforderungen des Projekts.
Diese Kohorte unterstreicht Japans Bemühungen, seine Filmemacher auf die globale Bühne zu heben.