Massive Attack kritisiert Palantir bei neuer Liveshow

Massive Attack hat im Rahmen ihrer aktuellen Live-Auftritte Kritik am Datenanalyseunternehmen Palantir geübt. Die Band bezeichnet die Ziele des Unternehmens als erschreckend und fordert eine breitere gesellschaftliche Debatte über dessen Rolle.

Die aus Bristol stammende Gruppe präsentierte die Show erstmals am 27. Mai in Helsinki. Sie nutzt eine spezielle Gesichtserkennungssoftware, die das Publikum scannt und satirische Bezeichnungen auf Bildschirmen einblendet. Robert Del Naja erklärte gegenüber Novara Media, dass die visuellen Elemente auf die Überwachungstools von Palantir anspielen. Er verwies dabei auf die Ausweitung des Unternehmens von militärischen Anwendungen hin zum Zugriff auf medizinische Unterlagen im Vereinigten Königreich. Das Programm enthält ein Zitat des Gründers Peter Thiel, demzufolge Freiheit und Demokratie nicht miteinander vereinbar seien. Del Naja betonte, dass die Zusammenführung persönlicher Daten in den Händen eines einzigen Unternehmens mit einer politischen Agenda einen gefährlichen Machtmissbrauch darstelle. Die Auftritte werden im Laufe des Sommers fortgesetzt, unter anderem mit einem Konzert auf dem Primavera Sound in dieser Woche.

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