Die NBA verschob das Spiel der Minnesota Timberwolves gegen die Golden State Warriors nach der tödlichen Erschießung von Alex Pretti durch Bundesagenten und legte es inmitten stadtweiter Proteste neu fest. Fans und Spieler suchten am Target Center nach Normalität, doch die Atmosphäre blieb von Trauer und Spaltung geprägt. Die Warriors gewannen 111:85 in einem kraftlosen Spiel voller Ballverluste und gedämpfter Energie.
In Minneapolis, einer Stadt, die von Spannungen um die bundesweite Einwanderungspolitik gezeichnet ist, unterstrich die Entscheidung der NBA, das Heimspiel der Timberwolves gegen die Warriors zu verschieben, die umfassenderen Unruhen. Bundesagenten erschossen am Samstagmorgen den 37-jährigen Alex Pretti – der zweite Vorfall dieser Art in Minnesota diesen Monat nach dem Tod von Renee Good am 7. Januar. Proteste brachen aus, darunter ein metro-weiter Generalstreik am Freitag, der Geschäfte schloss und Tausende von Demonstranten bei eisigen Temperaturen auf die Straßen brachte. Die Liga verlagerte das Spiel aus Sicherheitsgründen auf Sonntag und berief sich auf angespannte Polizeiressourcen und medizinische Kapazitäten. Im Target Center versammelten sich fast 19.000 Fans, hielten Schilder gegen ICE und hielten eine Schweigeminute für Pretti, die von Rufen „F–k ICE!“ unterbrochen wurde. Timberwolves-Trainer Chris Finch sprach sein Beileid aus, mit zitternder Stimme: „Es ist traurig, zuzusehen, was passiert... es ist schwer, mitanzusehen, was wir durchmachen.“ Warriors-Trainer Steve Kerr bedauerte die nationalen Spaltungen: „Das Traurigste an alledem ist, dass wir uns gerade an die Kehle gehen... in diesem Klima ständiger Nachrichtenflut.“ Auf dem Platz kämpften die Timberwolves, fielen früh zurück mit 16 Ballverlusten in der ersten Halbzeit. Anthony Edwards traf effizient, verursachte aber acht Verluste, Julius Randle traf nur 3 von 11 Würfen. Die Warriors zogen davon und siegten 111:85, ihr dritter Sieg in vier Spielen. Fans wie Saisonkarteninhaber Roger beschrieben den Abend als „falsch“, eine kurze Flucht, überschattet vom Stadtleiden. Ein Mitarbeiter meinte: „Nichts fühlt sich richtig an. Unsere Herzen sind nicht dabei.“ Das Spiel bot inmitten der Polarisierung ein flüchtiges Gemeinschaftsgefühl, mit Teilnehmern unterschiedlichster Herkunft, vereint im Team-Support. Doch die Niederlage markierte die fünfte Pleite in Folge der Timberwolves, ihre Playoff-Chancen schwand weiter. Draußen hielt der Frost an, ebenso die Unsicherheit.