Filmemacher Steven Soderbergh hat Details zu einem kommenden unbetitelten Dokumentarfilm enthüllt, der sich auf das letzte Interview von John Lennon und Yoko Ono konzentriert, das am Tag von Lennons Tod 1980 geführt wurde. Das Projekt soll ihre offenen Gespräche zu Themen wie Politik und Beziehungen hervorheben. Soderbergh teilte diese Einblicke, während er einen anderen Film auf dem Doha Film Festival promotete.
Projektübersicht
Steven Soderberghs neuer Dokumentarfilm wird sich auf das letzte Interview konzentrieren, das John Lennon und Yoko Ono am 8. Dezember 1980 gaben – dem Tag, an dem Lennon ermordet wurde. Das Interview führte mit den RKO-Radio-Moderatoren Laurie Kaye und Dave Sholin und dauerte mehrere Stunden, während das Paar Lennons Album Double Fantasy promotete, seine erste Veröffentlichung nach fünf Jahren Pause, um Sohn Sean großzuziehen.
Soderbergh betonte, dass der Film nicht das Dokumentarformat innovieren soll, sondern die Worte des Paares so weit wie möglich verbreiten. „Ich hoffe nur, einen Film zu machen, der so viele Menschen wie möglich dazu bringt, zu hören, was John und Yoko an diesem Nachmittag vor seiner Ermordung zu sagen hatten“, sagte er Variety.
Einblicke von Soderbergh
Beim Doha Film Festival in Katar, wo er seinen Film The Christophers promotet, beschrieb Soderbergh Lennon und Ono als bemerkenswert offen im Gespräch. „Beide waren so frei in ihren Diskussionen“, sagte er. „Als jemand, der oft interviewt wurde, war ich überrascht, wie offen und begeistert sie sprachen. Man hätte denken können, sie wären noch nie interviewt worden.“
Der Regisseur hob die anhaltende Relevanz des Interviews hervor, das Themen wie Politik, Feminismus, positives Denken, Beziehungen und die Rolle der Liebe im Alltag und in der Gesellschaft behandelt. „Es ist sogar noch relevanter in Bezug auf Beziehungen, Politik, wie wir uns behandeln“, fügte Soderbergh hinzu. „Wie Systeme auf das Individuum wirken und vor allem die Bedeutung der Liebe in unserem Alltag und unserer Welt.“
Dieses Projekt ist Soderberghs erster Dokumentarfilm seit And Everything Is Going Fine aus dem Jahr 2010, einem Porträt des Performers Spalding Gray. Das Interview kursierte zuvor unter Fans und wurde detailliert in Kayes jüngster Autobiografie Confessions of a Rock ‘n’ Roll Name-Dropper beschrieben.