Der Soundtrack von Stree 2, vollständig von Sachin-Jigar komponiert, hat mit allen Tracks die Top 10 der Spotify India Weekly Top Songs Chart erreicht und damit eine 100%ige Trefferquote markiert. Dieser Erfolg unterstreicht einen Trend zu Alben mit einem einzigen Komponisten in Bollywood inmitten sich wandelnder Branchenpraktiken. Während die Filmmusik die Charts dominiert, gibt es Forderungen, Soundtracks als kohärente Alben statt als Kompilationen zu behandeln.
Stree 2, der einnehmendste Hindi-Film von 2024 und aller Zeiten ohne Inflationsbereinigung, hat Jawan aus 2023 bei den Einspielergebnissen übertroffen. Sein Soundtrack hebt sich durch seinen einheitlichen Erfolg hervor, da jeder Track des Duos Sachin-Jigar in den Top 10 der wöchentlichen Spotify-India-Songs landete. Dieser Erfolg ist selten bei jüngeren Original-Soundtracks (OSTs) hindiischer Filme und regt zur Reflexion über die Vorteile von Single-Komponisten-Ansätzen an.
Rückblickend auf die letzten fünf Jahre: Große Hits wie Jawan 2023 von Anirudh Ravichander hielt den Spitzenplatz in Spotifys India Album Chart für sieben Wochen – der längste Lauf des Jahres. Ähnlich war Brahmastra: Part One - Shiva, der Kinokassenführer 2022 mit Musik von Pritam, die meistgestreamte Neuerscheinung seines Jahres. Im Gegensatz dazu hatten Tanhaji: The Unsung Warrior 2020 und Sooryavanshi 2021 mehrere Komponisten und weniger Chart-Hits; Tanhaji hatte keinen großen Erfolg, während Sooryavanshi auf Remakes für zwei seiner drei Smash-Hits setzte.
Ausnahmen gibt es bei Multi-Komponisten-Projekten. Der Top-Album 2020 kam vom enttäuschenden Love Aaj Kal, wieder von Pritam. Shershaah 2021, eine Non-Theater-Veröffentlichung, hatte fünf Songs von fünf Komponisten und kam fast an die Trefferquote von Stree 2 heran, ohne Promo-Track. Ausreißer sind Filme von Sandeep Reddy Vanga: Kabir Singh (2019) sah alle sieben Tracks im Spotify-Top 11, wurde zum meistgestreamten Album der Plattform in Indien über fast sechs Jahre, während Animal (2024) fünf von acht im Top 15 platzierte.
Der Aufstieg von Multi-Komponisten-OSTs resultiert aus dem Streaming-Fokus auf Singles, reduzierter Song-Integration in Filmen und Kosteneinsparungen durch Labels beim Recyceln alter Hits. Die Konsistenz eines Komponisten fördert jedoch filmische Universen, wie bei Sachin-Jigar für Maddocks vier Supernatural-Filme und Vishal-Shekhar für vier von fünf YRF Spy Universe-Einträgen. Rohit Shettys Cop Universe mit Mehreren lieferte weniger Chartbrecher.
„Es ist höchste Zeit, dass Bollywood Soundtracks wieder als Alben statt Kompilationen behandelt“, argumentiert der Artikel und warnt, dass die Einordnung von Komponisten nach Genres die kreative Stagnation vertiefen könnte. Veteranen wie A.R. Rahman meiden solche Projekte oft zugunsten von Soloprojekten. Trotz anhaltender Multi-Setups zeigen Erfolge wie Stree 2 den Wert einer einheitlichen künstlerischen Vision.