Michelle Dick muss sich im Bezirk Los Angeles wegen sieben Straftaten verantworten. Ihr wird vorgeworfen, Lindsey Buckingham am 25. März in Santa Monica gestalkt und mit einer Substanz beworfen zu haben. Die Anklage geht auf Vorfälle zurück, die bis Ende 2021 reichen, obwohl bereits eine einstweilige Verfügung gegen sie vorlag. Buckingham wurde bei dem Angriff nicht verletzt.
Eine am Freitag ausgestellte und am Montag veröffentlichte Klageschrift wirft Michelle Dick vor, den ehemaligen Fleetwood Mac-Gitarristen Lindsey Buckingham von Ende 2021 bis zum 25. März 2026 gestalkt zu haben. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen schwerer strafbarer Drohungen, eines Angriffs mit einer tödlichen Waffe unter Verwendung eines Kraftfahrzeugs am 19. März sowie Sachbeschädigung an Buckinghams Mercedes-Benz S450 am selben Tag. Weitere Anklagepunkte umfassen eine schwere strafbare Drohung sowie Körperverletzung am 25. März, da sie ihn angeblich mit einer unbekannten Substanz beworfen haben soll. Zudem wird ihr vorgeworfen, Buckingham und ein weiteres Opfer, Stephanie N., gestalkt und in Angst um ihre Sicherheit versetzt zu haben. Laut Gerichtsdokumenten, die dem Rolling Stone vorliegen, erließ ein Richter nach Feststellung eines hinreichenden Tatverdachts einen Haftbefehl mit einer Kautionssumme von 300.000 US-Dollar. Behörden berichteten, dass der 76-jährige Musiker an einem Ort in Santa Monica eintraf, als Dick angeblich die Substanz warf und anschließend floh; ob diese ätzend war, blieb zunächst unklar. Buckingham hatte im Dezember 2024 eine fünfjährige einstweilige Verfügung gegen Dick erwirkt, nachdem es am 3. November 2024 zu einem sogenannten Swatting-Vorfall gekommen war. Gerichtsunterlagen legen dar, wie Dick angeblich einen falschen Notruf absetzte, in dem sie behauptete, Buckinghams Sohn sei suizidgefährdet und es seien Schüsse gefallen, was dazu führte, dass die Polizei ihn kurzzeitig festhielt. Die LAPD-Detektivin Marisol Landeros bestätigte, dass Dick den Anruf gestanden habe, und beschrieb sie als 'geistig instabil und gefährlich'. Richterin Elizabeth Scully ordnete an, dass Dick sich Buckingham, seiner Frau, seinem Sohn sowie deren Wohnsitzen und Fahrzeugen nicht weiter als 100 Yards (ca. 91 Meter) nähern darf. In seinem Antrag auf einstweilige Verfügung beschrieb Buckingham jahrelange Belästigungen, die 2021 begannen, darunter Drohanrufe, in denen Dick behauptete, seine Tochter zu sein, ihn für ihre Deformationen verantwortlich machte, Geld forderte und seine Familie bedrohte. Er schilderte, wie sie vor seinem Haus parkte, eine Fotocollage hinterließ und Drohungen auf Instagram gegen seine Frau richtete. 'Ich kenne Frau Dick nicht und bin nicht ihr Vater', erklärte Buckingham.