Die Formel 1 hat einen neuen Vertrag mit dem Circuit de Barcelona-Catalunya vereinbart, der Rennen dort in den Jahren 2028, 2030 und 2032 sichert, abwechselnd mit dem Belgien Grand Prix auf der Spa-Francorchamps. Die Strecke in Barcelona wird auch im Kalender 2026 als umbenannter Barcelona-Catalunya Grand Prix stehen, nachdem der Spanien Grand Prix nach Madrid verlegt wurde. Diese Verlängerung erfolgt nach erheblichen Investitionen in die Einrichtungen der Strecke.
Die Vereinbarung stellt sicher, dass der Circuit de Barcelona-Catalunya über den laufenden Vertrag hinaus, der 2026 endet, fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders bleibt. Die Strecke wurde 1991 im Rahmen der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona gebaut und beherbergt seither jährlich den Spanien Grand Prix. Ab 2026 wechselt dieser Titel jedoch auf eine neue semi-permanente Strecke in der Nähe von Madrid, bekannt als Madring, die im September dieses Jahres debütiert. Unter den neuen Bedingungen wird Barcelona Veranstaltungen in den Jahren 2028, 2030 und 2032 ausrichten und dabei einen Kalenderplatz mit Spa-Francorchamps teilen, das für 2027, 2029 und 2031 vorgesehen ist. Diese Rotation spiegelt die Strategie der Formel 1 wider, etablierte europäische Rennen mit aufstrebenden Märkten auszugleichen, inmitten begrenzter staatlicher Fördermittel für einige Strecken. So endet beispielsweise der Niederlande Grand Prix in Zandvoort nach 2026, während Portugals Algarve International Circuit 2027 und 2028 zurückkehrt, um die Lücke zu füllen. Neuere Aufrüstungen in Barcelona umfassen das Circuit Rooftop Hospitality-Gebiet mit Blick auf wichtige Kurven sowie die Installation von Solarpaneelen auf dem gesamten Gelände. Die Organisatoren haben zudem Fan-Festivals ausgerichtet, darunter eines, das vor dem Rennwochenende 2026 auf der Placa de Catalunya geplant ist. Die Veranstaltungen erzeugen einen wirtschaftlichen Effekt von mehr als 300 Millionen Euro pro Ausgabe und ziehen über 300.000 Zuschauer an. „Diese Verlängerung ist das Ergebnis einer starken Beziehung und enger Zusammenarbeit und stellt einen sehr wichtigen Schritt dar, um Katalonien weiter als feste Größe im internationalen Kalender zu etablieren“, sagte Pol Gibert, CEO von Circuits de Catalunya SL. Formel-1-CEO Stefano Domenicali ergänzte: „Barcelona ist eine unglaubliche Stadt, und die Formel-1-Fans dort begrüßen uns immer mit solcher Leidenschaft, daher freue ich mich, dass wir noch viele Jahre auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya fahren werden. Das Team hat stark in die Strecke investiert und in den letzten Jahren fantastische Fan-Festivals ausgerichtet, daher freuen wir uns darauf, zu sehen, wie sie die Erfahrung weiterentwickeln, sowohl für die Besucher des Rennens als auch für die Stadt insgesamt.“ Die Rotation schafft Platz im 24-Rennen-Kalender für potenzielle Neuzugänge, wie Gespräche mit Thailand und Ruanda, obwohl keine Deals bestätigt sind.