Experten für Politikwissenschaft und internationale Beziehungen erklären, dass Äthiopien gemeinsam den historischen Fehler der Abtretung der Rotmeer-Küste korrigieren müsse. Sie betonen, die Angelegenheit durch präzise Diplomatie auf internationaler Ebene anzusprechen, um eine Lösung zu finden.
Bei einer in Addis Abeba abgehaltenen Diskussion erklärten Experten für Politikwissenschaft und internationale Beziehungen, dass Äthiopien einen kollektiven Einsatz unternehmen müsse, um die historische Entscheidung zur Abtretung der Rotmeer-Küste zu korrigieren. Dies berichtete die Fana Media Corporation am 1. März 2018 mit Einsichten von Adis Alemayehu vom Institut für Auswärtige Angelegenheiten. Adis Alemayehu erläuterte, dass Kräfte, die Äthiopien schwächen wollten, es zur Abtretung des Meereszugangs gedrängt hätten. Er bemerkte: „Äthiopien kann vom Standpunkt des Roten Meeres aus nicht als Binnenland betrachtet werden“, und betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Arbeit, um den Fehler zu korrigieren. Er lobte die diplomatischen Bemühungen der Regierung, die Meeresfrage in die internationale Aufmerksamkeit zu rücken, und erwartete eine Reaktion durch kollektives Engagement und faktische Anerkennung. Für dieses nationale Thema ist ein koordiniertes Vorgehen unerlässlich. Mulualem Haylemariam, Dozentin an der Wachemo University, stellte fest, dass die Art und Weise, wie Äthiopien seinen Meereszugang abtrat, keine internationale rechtliche Anerkennung findet. Sie beschrieb die provisorische Regierung, die den Abtretung Eritreas beschloss, als ohne volle Volkslegitimation und ohne die Befähigung zu solchen Entscheidungen. Diese Entscheidung wurde als unrechtmäßig bewertet. Die Verfolgung der Meeresfrage durch die aktuelle Regierung sei legitim und zutreffend, sagte sie. Sie betonte die Notwendigkeit eines koordinierten diplomatischen Vorstoßes, um Äthiopiens Wahrheit der Weltgemeinschaft nahezubringen.