Die FIA plant ab 2026 die Nutzung eines fortschrittlichen KI-basierten Systems namens ECAT, um die Streckenlimits für jedes Auto an jeder Kurve zu überwachen. Diese Technologie soll die Genauigkeit und Geschwindigkeit bei der Erkennung von Verstößen verbessern und baut auf bestehenden Tools auf, die die menschliche Überprüfung bereits um 95 % reduziert haben. Das Update umfasst die direkte Übersendung von Verstoßvideos an die Teams für mehr Transparenz.
Die Durchsetzung von Streckenlimits ist seit Langem ein streitiges Thema bei Formel-1-Grand-Prix-Rennen. Fahrer überschreiten Grenzen, um Rundenzeitvorteile zu erlangen, und werfen Rivalen Verstöße vor, während sie die eigenen leugnen. Diese Streitigkeiten können die Rennresultate verzögern, wie beim Großen Preis von Österreich 2023 zu sehen war, als die FIA über 1.000 vermutete Verstöße prüfte. nnUm dies zu lösen, hat die FIA mit Catapult zusammengearbeitet, um ein automatisiertes Erkennungstool in RaceWatch zu entwickeln, die Rennleistungssoftware, die von der Rennleitung und Fernbedienungen genutzt wird. Dieses Computer-Vision-System erkennt die Silhouette eines Autos an kameradefinierten Referenzpunkten und benachrichtigt Teams über potenzielle Verstöße innerhalb von Sekunden. Laut FIA hat es die Fälle, die menschliche Intervention erfordern, um 95 % reduziert. nnFür 2026 werden Updates den Prozess effizienter machen. Die FIA wird Teams direkte Videos von Streckenlimitsverstößen ihrer Fahrer zusenden, um Debatten zu minimieren und Feedback zu beschleunigen. Das KI-System wird Hochleistungs-GPUs für die Echtzeitanalyse jeder Runde nutzen. nn„Das neue System wird auf einem zentralisierten Kamerasteuerungssystem basieren, das uns nicht nur ermöglicht, alle Distanzen von einem einzigen Punkt aus zu setzen, sondern auch die erforderliche Verarbeitung zu verteilen“, erklärte Chris Bentley, der FIA-Single-Seater-Leiter für Informationssystemstrategie, in einem Interview mit Motorsport.com. „Wir werden in der Lage sein, die Computer-Vision-Software auf jeder Maschine im Netzwerk auszuführen, ihr den zu verarbeitenden Videoteil zuzusenden und das Ergebnis zu erhalten, was uns ermöglicht, immer mehr Daten zu handhaben.“ nnDie Verbesserungen umfassen ein präzises Positionierungssystem, das mehrere Datenquellen kombiniert und ein Echtzeit-„Digital Twin“ der Streckenaktivität erstellt. Dies ermöglicht die Überwachung auch in Bereichen ohne Kamerabedeckung durch Geofencing, Sektorzeitverzögerungen und Abweichungen von der idealen Renmlinie. nnDas Kernkonzept von ECAT (Every Car All Turns) interpretiert das Verhalten jedes Autos im Vergleich zu einem Referenzmodell und kreuzverweist es mit Mikrosektor-Timings, um Vorfälle zu markieren. „Wenn ein Auto von der idealen Linie abweicht, legt es potenziell mehr Strecke zurück“, sagte Bentley. „Das ermöglicht es uns, einen Unterschied in der Sektorzeit zu sehen und nachzuvollziehen, wo es von der Strecke abgewichen ist oder was passiert ist.“ nnDas System entwickelt sich von manuellen Überprüfungen zu einem halbautomatischen Prozess und behält menschliche Aufsicht für Strafen wie Strikes oder Flaggen bei. Es kann Verstöße allein aus Positionsdaten erkennen, wie abnormale Trajektorien oder Eintritte in virtuelle Zonen. Bentley merkte an, dass Elemente wie zentralisierte Kamerasteuerung und Geofencing bereits 2025 betriebsbereit sind und die volle Implementierung voranschreitet. nnDurch datengetriebene Entscheidungen zielt die FIA darauf ab, die Subjektivität bei der Durchsetzung von Streckenlimits zu reduzieren und anhaltende Debatten einzudämmen.