Folha de S.Paulo begeht ihren 105. Jahrestag am 27. Februar 2026 und betont die Anpassung an Technologien wie Künstliche Intelligenz und soziale Medien. Gegründet 1921, hält die Zeitung an Prinzipien der Kritik, Parteilichkeitsfreiheit und Pluralismus fest, während sie Initiativen startet, um Leser zu binden und zeitgenössische Dilemmata zu beleuchten.
Folha de S.Paulo, eine der führenden Zeitungen Brasiliens, erreicht 105 Jahre in einer von sozialen Medien und der Integration künstlicher Intelligenz geprägten Welt. Gegründet im Februar 1921 als Folha da Noite mit kurzen Nachrichten, direkter Sprache und parteiunabhängiger Haltung in der brodelnden São Paulo, entwickelte sich die Publikation über die Jahre. Sie brachte Folha da Manhã und Folha da Tarde hervor und mündete 1960 in der Vereinigung unter dem Namen Folha de S.Paulo. nn„A Folha, aos 105, não mudou de princípios“, sagt Luiz Frias, Verleger der Zeitung. „Segue crítica, apartidária e pluralista. Continua também entusiasta da adoção de tecnologias, como a inteligência artificial, que possam aumentar a qualidade e a precisão do que oferece diariamente ao seu público, nos mais diversos formatos.“ nzum Jahrestag plant Folha Initiativen wie intensivierte audiovisuelle Berichterstattung, stärkere Leserinteraktion, eine Serie zu zeitgenössischen Dilemmata und ein Straßenrennen. Zu den Neuerungen gehört im Mai eine Serie zur Langlebigkeit, die die alternde Bevölkerung Brasiliens thematisiert. Laut IBGE ist die Zahl der über 60-Jährigen in 12 Jahren um 57,4 Prozent gestiegen und soll bis 2070 auf 75,3 Millionen anwachsen, was Wirtschaft, Gesellschaft, Arbeit und Gesundheit betrifft. nWeitere Maßnahmen umfassen Instagram-Videos mit #folha105, die Einblicke in die Redaktion geben, etwa die Auswahl von Nachrichten für die Startseite und Fehlerkorrekturen. Ab März bringt die Serie „Desconstruindo a Entrevista“ Internet-Persönlichkeiten, Journalisten und Kolumnisten zusammen; die erste Folge zeigt Blogueirinha mit Mônica Bergamo, die zweite die Schöpfer von A Vida de Tina mit Tati Bernardi. Ab Mai treffen sich Leser mit Ombudsfrau Alexandra Moraes zu Vorschlägen und Kritik, mit Beteiligung von Reportern und Redakteuren. Inmitten von Informationsüberflutung und Desinformation unterstreicht Folha die entscheidende Rolle des professionellen Journalismus, der zwischen Print und digitalen Formaten wie Podcasts, Videos und Live-Streams navigiert.