Im olympischen Biathlon-Staffelrennen in Antholz hat die deutsche Weltmeisterin Franziska Preuß trotz Führung vier Schießfehler begangen und eine Strafrunde laufen müssen. Dadurch verpasste das deutsche Team die Medaille und landete auf Platz vier hinter Frankreich. Für die 31-Jährige bleibt nur noch der Massenstart als letzte Chance vor ihrem Karriereende.
Franziska Preuß, die 31-jährige deutsche Biathlon-Weltmeisterin, erlebte im Staffelrennen der Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz eine weitere Enttäuschung. Das deutsche Team hatte ihr die Last der Schluss-Position erspart, doch die Gesamtweltcupsiegerin des Vorjahres schoss in Führung liegend vier Fehlversuche und musste eine Strafrunde absolvieren. Dadurch fiel Deutschland auf Platz vier zurück, während Frankreich siegte.
Sportdirektor Felix Bitterling kommentierte: „Der Sport schreibt Geschichten von Triumphen, aber das tut einfach weh. Irgendwas hängt zwischen ihren Ohren. Aber das macht Franzi nicht weniger zum Champion.“ Preuß, die nach dem Rennen Tränen vergoss, hatte zuvor gesagt: „Ich verstehe selbst nicht, was los ist.“
Dieser Vorfall reiht sich in Preuß' olympische Geschichte ein. Bei ihrer Premiere 2014 in Sotschi hatte sie im 15-km-Einzelrennen fünf Schießfehler und in der Staffel durch Schnee im Visier Zeit verloren. 2018 in Pyeongchang als Startläuferin eine Strafrunde. Trotz Verletzungen und Erkrankungen holte sie 2022 in Peking Bronze in der Staffel. Hier gewann sie im Mixed-Relay Bronze, scheiterte aber im Einzel und in der Verfolgung an Schießfehlern.
Das Rennen begann stark: Julia Tannheimer führte früh, Preuß schoss sauber in der ersten Runde. Doch dann das Drama. Sie übergab auf Platz elf an Janina Hettich-Walz, Vanessa Voigt als Schlussläuferin konnte den Rückstand nicht aufholen. Bitterling hofft: „Der Kopf hängt momentan tief, aber Franzi wird sich schütteln und nochmal angreifen.“ Der Massenstart am Samstag ist Preuß' letztes olympisches Rennen vor dem angekündigten Karriereende.