Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva Hase und Nikita Wolodin hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand die Bronzemedaille im Paarlauf errungen. Nach einer Führung im Kurzprogramm verpassten sie durch Fehler in der Kür das Gold. Die Japaner Riku Miura und Ryuichi Kihara siegten mit Weltrekord.
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand hat das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva Hase und Nikita Wolodin die Bronzemedaille im Paarlauf gewonnen. Die Europameister von 2025 führten nach dem fehlerfreien Kurzprogramm mit 4,55 Punkten Vorsprung auf die späteren Silbermedaillengewinner Anastasia Metelkina und Luka Berulawa aus Georgien. In der Kür zeigten die 26-Jährigen jedoch Schwächen: Hase patzte in der Kombination und beim dreifachen Salchow, was entscheidende Punkte kostete. Mit 219,09 Punkten landeten sie auf dem dritten Platz.
Den Olympiasieg holten die japanischen Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara mit 231,24 Punkten dank einer Weltrekord-Kür, obwohl sie nach dem Kurzprogramm Fünfte waren. Metelkina und Berulawa erreichten 221,75 Punkte. Das zweite deutsche Paar Annika Hocke und Robert Kunkel belegte den zehnten Rang mit 194,11 Punkten.
Für Hase und Wolodin ist dies die erste olympische Medaille und ihr bisher größter Erfolg. Es ist die erste deutsche Eiskunstlauf-Medaille seit dem Gold von Aljona Savchenko und Bruno Massot 2018 in Pyeongchang. Das in Berlin trainierende Duo ist seit mehr als drei Jahren zusammen, vermittelt durch Trainer Dmitri Savin. Wolodin, aus Sankt Petersburg stammend, erhielt kürzlich den deutschen Pass. Die Saison 2025/2026 war durchwachsen; bei der EM in Sheffield wurden sie Zweite hinter Metelkina/Berulawa. Nach dem Kurzprogramm sagte Hase: „Wir sind sehr glücklich über den ersten Part, aber die großen Emotionen sparen wir uns noch auf.“ Savin beschrieb das Paar als „wie ein altes Ehepaar“.