Nach dem Tod von Ayatollah Ali Khamenei feiern iranische Massen und pflegen die Hoffnung auf echten Wandel. US-Präsident Donald Trump fordert sie auf, den Moment zu nutzen und die Macht zu ergreifen. Diese Situation resultiert aus einer Militäroperation der Vereinigten Staaten und Israels gegen das iranische Regime.
Am 1. März 2026 beschreibt das Editorial von Patrick Saint-Paul in Le Figaro die Reaktionen im Iran nach dem Tod des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei. Dem Artikel zufolge pflegen jubelnde Massen die Hoffnung auf tiefgreifenden Wandel nach Jahrzehnten der Repression unter dem Regime der Mullahs. Donald Trump, dargestellt als reuiger Isolationist, hat das Mantra «Frieden durch Stärke» übernommen. Mit Israels Unterstützung setzte er eine Armada ein und enthauptete das iranische Regime am ersten Tag des Krieges im Iran. Kritiker des US-Präsidenten verurteilen diese Methode als Rückkehr zur Machtpolitik des 19. Jahrhunderts. Das Editorial fragt: Wer trauert um Khamenei? Weder die iranischen Frauen noch die Opfer des Regimes noch die Franzosen, die von Anschlägen wie dem Drakkar-Bombardement betroffen waren, das den Unterstützern Teherans zugeschrieben wird. Seit der Revolution 1979 hielt das Regime sich durch das Ertränken des Volkes in Blut und das Anzünden von Konflikten im Nahen Osten mit Parolen wie «Tod dem großen Satan, Tod Israel!» an der Macht. Die Tribüne von Gilles Kepel verknüpft diesen Tod mit US- und israelischen Schlägen, einer direkten Folge des von Hamas am 7. Oktober gestarteten Krieges. Ein neues Kapitel der Geschichte eröffnet sich im Iran und markiert das Ende einer Ära, die 1979 begann.