Marco Odermatt führte einen Schweizer Dreifachsieg im Herren-Abfahrt des alpinen Ski-Weltcups in Garmisch-Partenkirchen, Deutschland, am 28. Februar 2026 an. Der Sieg, sein erster seit den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina, vergrößerte seinen Vorsprung in der Saison-Gesamtwertung. Teamkollegen Alexis Monney und Stefan Rogentin wurden Zweiter bzw. Dritter.
Das Rennen war die erste Herrenabfahrt seit den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina, bei denen Odermatt als Favorit Vierte wurde. Odermatt setzte sich gegen Monney mit nur 0,04 Sekunden durch auf der anspruchsvollen Kandahar-Strecke, Rogentin lag 0,98 Sekunden zurück auf Platz drei. Der Österreicher Vincent Kriechmayr und der Italiener Giovanni Franzoni teilten sich Platz vier, 1,20 Sekunden hinter dem Sieger, während Olympiasieger Franjo von Allmen nach Fehlern in der Mitte seines Laufs auf dem sechsten Platz landete, 1,47 Sekunden hinter Odermatt. n Das Ergebnis vergrößerte Odermatts Vorsprung auf von Allmen auf 175 Punkte in der Abfahrtswertung, mit zwei Rennen Rest. Ein Sieg bringt 100 Punkte. Odermatt, der die Abfahrtswertung die letzten beiden Saisons gewann, nannte den Sieg »etwas Rache« nach der olympischen Enttäuschung. »Es war definitiv auch heute etwas Rache«, sagte er. Es war sein 54. Weltcupsieg in der Karriere, womit er mit dem Österreicher Hermann Maier gleichzieht auf Platz drei der Herren-Ewigkeitsliste hinter Ingemar Stenmark (86) und Marcel Hirscher (67). Mikaela Shiffrin hält den Gesamtrekord mit 108 Siegen. n Die Saison war geprägt von einem engen Duell zwischen Odermatt und von Allmen, Freunden und Teamkollegen. Odermatt startete mit zwei Siegen hintereinander und triumphierte in Wengen, doch von Allmen konterte mit Siegen, einschließlich in Crans-Montana vor den Olympischen Spielen. Von Allmen, der drei Goldmedaillen in Mailand-Cortina gewann (Abfahrt, Super-G und Mannschaftskombination), führte seinen sechsten Platz auf »etwas zu direktes Fahren« und mangelnde Geschmeidigkeit zurück. n Monney, der nach dem fünften Platz bei Olympia zurück in Form kam, lobte die technische Strecke. »Diese Piste mag ich, weil sie wirklich technisch ist«, sagte er. Rogentin, der seine erste Podestplatzierung der Saison holte, sprach von einem unsicheren Start, aber solider Leistung insgesamt. »Das Gefühl war nicht so gut... aber ich war ziemlich schnell im oberen Teil«, sagte er. n Mehrere Fahrer, darunter Frankreichs Nils Alphand (Schulter- und Rippenverletzungen, drei Wochen aus) und Finlands Elian Lehto (Brust- und Unterkörperverletzungen, nicht lebensbedrohlich), verpassten das Rennen nach Stürzen im Freitagstraining. Ein Super-G steht für Sonntag auf derselben Strecke an.