Die Schweiz sicherte sich die Goldmedaille bei der ersten Herren-Teamkombination im alpinen Skisport bei den Olympischen Winterspielen 2026, wobei Franjo von Allmen und Tanguy Nef mit einer Siegerzeit von 2:44.04 zusammenkamen. Der Sieg war von Allmens zweites Gold der Spiele nach seinem Herren-Abfahrtssieg. Österreich und ein zweites Schweizer Team teilten Silber, während die USA 16. wurden.
Die Herren-Teamkombination im alpinen Skisport feierte am 9. Februar 2026 ihr olympisches Debüt im Stelvio Ski Centre in Bormio, Italien, am dritten Wettkampftag der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina. In dieser neuen Disziplin besteht ein Team aus einem Abfahrtsläufer und einem Slalomläufer, deren Zeiten kombiniert werden, um die Ergebnisse zu bestimmen. Einundzwanzig Teams aus verschiedenen Nationen traten an und testeten das Format, das Geschwindigkeit und technische Präzision paart. Der Abfahrtsteil legte unter klarem Himmel den Grundstein, mit idealen Bedingungen für schnelle Läufe. Italiens Giovanni Franzoni führte mit 1:51.80, dicht gefolgt von Schweizer Teams mit Alexis Monney (1:51.97) und Marco Odermatt (1:52.08). Schweizer Franjo von Allmen, frisch von seinem individuellen Abfahrtsgold am 7. Februar, erzielte die viert-schnellste Abfahrt mit 1:52.22 trotz eines kleinen Fehlers im unteren Abschnitt. Italiens Zweitteam mit Dominik Paris und Tommaso Sala postierte 1:52.39, während Frankreichs Cyprien Allegre und Clement Noel bei 1:52.71 landeten. US-Amerikaner Kyle Negomir hatte im Abfahrt ein Rückschlag, erholte sich von einem Beinahesturz mitten auf der Strecke, der Geschwindigkeit kostete, und beendete als 16. mit 1:53.99. Sein Slalomp partner River Radamus lieferte einen technisch starken Lauf, konnte das Defizit aber nicht aufholen, sodass das US-Duo insgesamt 16. wurde. In der Slalomphase gegen 8 Uhr ET katapultierte Tanguy Nef seine hervorragenden 51,82 Sekunden von Allmen und ihn zum Gold mit insgesamt 2:44.04. „Absolut verrückt“, sagte von Allmen nach dem Rennen. „(Die Abfahrt) war ein bisschen mehr dank meiner Arbeit. Heute hat definitiv (Nef) die meiste Arbeit geleistet. Einfach unglaublich.“ Silber ging gemeinsam an Österreichs Vincent Kriechmayr und Manuel Feller sowie an Schweizer Odermatt mit Loic Meillard, was keine Bronzemedaille ergab und eine geteilte Podiumsstufe für vier Athleten bedeutete. Trotz starker Abfahrtsleistungen verblassten Italiens Teams im Slalom und verpassten Medaillen. Dieses Event unterstrich die Schweizer Dominanz im alpinen Skisport früh in den Spielen.