Der argentinische Tennisspieler Román Burruchaga, Sohn von Jorge Burruchaga, meldete, Todesdrohungen per WhatsApp vor seinem Halbfinale beim Challenger in Rosario erhalten zu haben. Die Nachrichten enthielten Erpressungen und persönliche Details über seine Familie, doch der Spieler trat an und zog ins Finale ein. Dieser Vorfall folgt auf einen ähnlichen Fall, der Tage zuvor im selben Turnier gemeldet wurde.
Román Burruchaga, der 24-jährige Tennisspieler und Sohn des Weltmeisters von 1986 Jorge Burruchaga, erlebte während des Rosario Challengers einen beunruhigenden Vorfall. Am Samstagnachmittag, auf dem Weg zum Jockey Club de Rosario für sein Halbfinale gegen den Taiwaner Chun Hsin Tseng, erhielt er WhatsApp-Nachrichten mit direkten Drohungen. Laut der Anzeige bei einer Polizeistation in Santa Fe forderten die Texte, dass er das Match verliere: „Heute musst du gegen den Chinesen verlieren, wir sind in Rosario und haben Fotos, wo du gerade bist, auf unserem ganzen Territorium.“ Die Einschüchterung steigerte sich mit Bezug auf seine Familie: „Erinnere dich, dein Vater voller Geld, wir schicken ihm den Grünen in Buenos Aires, wenn du nicht spurst, dasselbe bei deiner Mutter. Wir haben euch beide lokalisiert, mit Details zu Jobs und Handys.“ Eine abschließende Nachricht warnte: „Gewinne keinen einzigen Satz und alles bleibt hier. Sonst verspreche ich, du verlässt Rosario nicht. Sei nicht dumm und schätze dein Leben.“ Die Absender fügten ein Foto einer Hand mit einer Schusswaffe bei, mit der Bildunterschrift „Erinnere dich, wir sind vergraben und bereit für den Krieg.“ Nach der Meldung an die Polizei erhielt Burruchaga sofortigen Personenschutz, und Streifen wurden am Veranstaltungsort verstärkt. Trotz der Drohungen gewann der Argentinier das Match und zog in das Sonntagsfinale um 18:30 Uhr gegen Camilo Ugo Carabelli ein, mit einem Preispool von 225.000 US-Dollar. Es handelt sich um den zweiten Fall im Turnier: Am Freitag zuvor meldete der Spanier Nikolas Sánchez Izquierdo (Rang 279) Drohungen, sein Match gegen Valerio Aboian zu manipulieren. Sein Spiel fand bei geschlossenen Türen mit Polizeipräsenz statt, er verlor in geraden Sätzen und verließ das Event. Die polizeiliche Untersuchung läuft, die Nachrichten wurden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, und der Schutz des Athleten bleibt bestehen.