Ein Variety-Filmkritiker hat Michael Rozeks Debütfilm 'Marianne', ein konzeptionelles Ein-Frauen-Projekt mit Isabelle Huppert, besprochen. Die Rezension, Teil des Abschieds des Kritikers nach zwei Jahrzehnten bei der Publikation, beschreibt den Film als ernsthaftes, aber fehlerhaftes Monolog über das Potenzial des Kinos. Rozeks Film von vor drei Jahren erforscht Themen des Realismus im Film inmitten von Branchenfrustrationen.
Michael Rozeks 'Marianne' ist eine 93-minütige französische Produktion von Dark Dreams Entertainment und Hyde Park Entertainment, in Koproduktion mit Les Films du Camélia. Der Film zeigt Isabelle Huppert in einer Solo-Performance, sitzend auf einem blauen Sofa mit Drehbuch in der Hand, die einen von Rozek geschriebenen Monolog vorträgt. In langen Einstellungen mit wackelnder Kamera liest und rezitiert Huppert die Zeilen halb auf Englisch, was durch ihre Nicht-Muttersprache zu ungewöhnlichen Pausen und Gesten führt. Der Film mit geschätztem Budget von 350.000 Dollar hinterfragt die Natur des Films und betont, was in einem konstruierten Medium 'real' ist. Hupperts Figur Marianne spricht das Publikum direkt an und schreit mittendrin: „Wacht auf! Seid real!“ Sie kritisiert Branchenmanager: „Sie denken, ihr müsst entfliehen, vergessen … euren Schmerz“, und argumentiert, Filme sollten Schmerz konfrontieren statt betäuben. Eine Zeile lautet: „Manche sagen: ‚Das ist kein Film. Das ist ein Theaterstück.‘“ Rozek, der spät im Leben seinen ersten Spielfilm dreht, nennt es einen 'revolutionären Ein-Frauen-Film'. Der Kritiker, der ihn nach hartnäckigen Kontakten von Rozek auf X ansah, vergleicht ihn ungünstig mit Hupperts Rollen in 'The Piano Teacher' und 'Elle' sowie Bühnenarbeiten wie 'Mary Said What She Said' von Robert Wilson. Er erinnert an Julian Rosefeldts 'Manifesto' mit Cate Blanchett, fehlt aber an Wirkung. Als Eintrag auf Rozeks 'Schuldenliste' in seiner letzten Variety-Rezension vor dem Ausscheiden nach 20 Jahren und über 2.000 Kritiken regt 'Marianne' Gedanken über Kinoziele an, nervt aber mit Pedanterie. Der Film deutet Sterblichkeit und reales Leben an, zitiert 1. Korinther vor einem Spiegel, liefert aber keine frischen Einsichten. Produktionscredits umfassen Kamera von Céline Bozon und Schnitt von Virginie Seguin, mit Executive Producer wie James Ireland und Alex Pettyfer.