Alexander Zverev wird bei seinem ersten Wimbledon-Finale ohne seine Großmutter auf der Tribüne antreten. Wie der Deutsche nach seinem Halbfinalsieg enthüllte, hat sie ein Visaproblem in Verbindung mit ihrem russischen Reisepass daran gehindert, nach London zu reisen.
Zverev zog mit einem 7-6(0), 6-2, 6-4-Sieg über die britische Wildcard Arthur Fery in das Finale am Sonntag ein. Seine Großmutter hatte seinen Triumph bei den French Open im vergangenen Monat noch miterlebt, musste jedoch nach Ablauf ihres erlaubten 90-tägigen Aufenthalts wieder nach Hause zurückkehren.
„Sie hat kein Visum. Sie besitzt leider immer noch einen russischen Reisepass“, sagte Zverev in seiner Pressekonferenz nach dem Spiel. Er äußerte die Hoffnung, dass ein Konsul bei einem Pass oder einem verlängerten Visum helfen könnte, damit sie zukünftige Veranstaltungen besuchen kann.
Zverev merkte zudem an, dass sein Handy während der Grand-Slam-Turniere ausgeschaltet bleibt, was bedeutet, dass er während des Finales keine Nachrichten von ihr erhalten wird. Er trifft auf den Titelverteidiger Jannik Sinner, gegen den er in den letzten neun Aufeinandertreffen jeweils verloren hat.