Im Sci-Fi-Thriller 'Mercy' spielt Chris Pratt einen LAPD-Beamten, der vor einem KI-Richter wegen Mordes vor Gericht steht, und liefert eine Leistung, die einen Wandel von seinen jüngsten Franchise-Rollen markiert. Unter der Regie von Timur Bekmambetov erforscht der Film ein dystopisches Justizsystem, in dem Angeklagte ihre Unschuld innerhalb von 90 Minuten beweisen müssen. Rebecca Ferguson glänzt als virtuelle Richterin Maddox in dieser zeitgemäßen Kritik an Technologie und Strafverfolgung.
Der Film 'Mercy', veröffentlicht von Amazon MGM Studios, spielt in einem nahen Zukunftslosen Angeles, wo der LAPD-Beamte Chris Raven, dargestellt von Pratt, aus einem Rausch erwacht und feststellt, dass er wegen des Stichmords an seiner Frau Nicole verhaftet wurde. In einen digital verkabelten Stuhl geschnallt, betritt Raven das Mercy-Programm, ein kontroverses Anti-Kriminalitätsprogramm, das von Schuld ausgeht, bis das Gegenteil bewiesen ist. Er steht vor Richterin Maddox, einer KI-Vollstreckerin, gesprochen und verkörpert von Rebecca Ferguson, die eine 94-prozentige Unschulds-Wahrscheinlichkeit innerhalb eines 90-minütigen Fensters verlangt, andernfalls folgt die Hinrichtung. Raven greift auf ein umfangreiches Beweismaterial — Dokumente, Zeugen und Überwachungsaufnahmen — über eine Tastatur zu, was eine schnelle Navigation durch Hinweise im Stil von Echtzeit-Thrillern wie 'D.O.A.' und 'Timecode' ermöglicht. Die Handlung enthüllt eine Verschwörung inmitten des Scheidungstumults von Raven, mit Beteiligung seines verstorbenen Partners (Kenneth Choi), neuen Partners (Kali Reis), AA-Patrons (Chris Sullivan) und Tochter (Kylie Rogers). Erste Beweise belasten Raven, der wütend vor dem Mord nach Hause kam und danach das Bewusstsein verlor. Kritiker loben Pratts Entwicklung vom sympathischen Star aus 'Guardians of the Galaxy' zu einer schärferen, ruppigeren Figur, die die fade Franchise-Atmosphäre abstreift. Bekmambetovs Regie mit den Schnittmachern Lam T. Nguyen, Austin Keeling und Dody Dorn sorgt für knackiges Tempo und Multimedia-Flair, das Elemente aus 'Minority Report' und 'Memento' verbindet. Das Drehbuch von Marco van Belle hinterfragt die Objektivität von KI bei Urteilen und deutet an, dass sie menschliche Geschworenen übertreffen könnte, aber menschliche Eingaben braucht. Gedreht von Khalid Mohtaseb mit Musik von Ramin Djawadi läuft 'Mercy' 100 Minuten und hat eine PG-13-Freigabe. Bei einer Vorführung im Dolby 88 in New York am 12. Januar 2026 löst es eine vertraute Prämisse durch innovative Technik-Inszenierung ein und regt zur Reflexion über den möglichen Abstieg Amerikas in eine algorithmische Justiz an.