Die Produzenten des Films „Eagles of the Republic“ fordern die sofortige Freilassung des Schauspielers Hassan El Sayed, der seit Dezember 2025 in Ägypten wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit seiner kleinen Rolle in dem Film festgehalten wird. Sie bezeichnen die Anschuldigungen als konstruiert und äußern Besorgnis über seinen Zugang zu Rechtsbeistand und seinen psychischen Zustand. Amnesty International hat sich der Forderung nach seiner Freilassung angeschlossen.
Hassan El Sayed, ein ägyptischer Staatsbürger und langjähriger Einwohner Dänemarks, wurde am 20. Dezember 2025 bei seiner Ankunft am internationalen Flughafen Kairo festgenommen. Beamte der Nationalen Sicherheitsbehörde befragten ihn zu seinem kurzen Auftritt als Priester in „Eagles of the Republic“, einem Drama-Thriller, der im Mai 2025 bei den Filmfestspielen von Cannes Premiere feierte. Der Film, in dem Fares Fares die Hauptrolle spielt, handelt von einem berühmten Schauspieler, der gezwungen wird, den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah El-Sisi darzustellen. Laut den Produzenten umfasst El Sayeds Leinwandzeit insgesamt etwa 20 Sekunden, die er ohne Zugang zum vollständigen Drehbuch oder zum narrativen Kontext darstellte. Ein Staatsanwalt ordnete seine Untersuchungshaft unter dem Vorwurf an, „einer terroristischen Vereinigung beigetreten zu sein, während er sich ihrer Ziele bewusst war“. Er wird im Gefängnis 10. Ramadan festgehalten, wo sein Anwalt auf Online-Anhörungen beschränkt ist. Seine Familie besuchte ihn zuletzt am 14. März und stellte fest, dass sich sein psychischer Zustand trotz körperlicher Stabilität verschlechtert hat. Die Produzenten Linus Stöhr Torell, Johan Lindström, Linda Mutawi und Alexandre Mallet-Guy, die Koproduzenten Monica Hellström, Misha Jaari und Mark Lwoff sowie der ausführende Produzent Emil Wiklund richteten einen Brief an Generalstaatsanwalt Mohamed Shawky Ayyad, der 2023 von Präsident El-Sisi vereidigt wurde. Sie erklärten: „Wir stehen zu dem Prinzip, dass Kunst niemals zum Vorwand für Bestrafung werden darf“, und betonten, dass El Sayed keinerlei Einfluss auf den Inhalt des Films hatte. Der Brief fordert seine sofortige Freilassung, die Einstellung des Verfahrens, uneingeschränkten Zugang zu Rechtsbeistand und Familie sowie eine sichere Rückkehr nach Dänemark. Amnesty International berichtet von ähnlichen Details und drängt über ein Musterschreiben an Ayyad zum Handeln. Zu El Sayeds früheren Arbeiten gehören „Die Kairo Verschwörung“ (2022), „The Charmer“ (2017) und „Flow“ (2014).