Die Inhaftierung der Gründer von El4tico dauert an: Familiäre Härten und weltweite Verurteilung

Mehr als einen Monat nach ihrer Verhaftung am 6. Februar 2026 in Holguín, die zunächst als Razzia gegen unzufriedene Jugendliche gemeldet wurde, sind Ernesto Ricardo Medina (bekannt als Tico) und Kamil Zayas Pérez, die Macher des kritischen Social-Media-Accounts El4tico, weiterhin in Haft. Medinas dreijährige Tochter Emma hat ihren Vater noch nicht gesehen, was die Familie in emotionale und finanzielle Bedrängnis bringt. Cubalex und Amnesty International haben die Verhaftungen als Verstöße gegen die Meinungsfreiheit verurteilt.

Ernesto Ricardo Medina und Kamil Zayas Pérez wurden am 6. Februar von der kubanischen politischen Polizei im Stadtteil Piedra Blanca in Holguín verhaftet, weil sie auf ihrem Instagram- und Facebook-Konto El4tico Beiträge veröffentlicht hatten, die sich kritisch mit aktuellen Ereignissen und der kubanischen Geschichte auseinandersetzen. Zu den wichtigsten Videos gehörte Medinas Erklärung vom 26. Januar: "Jesus ist der Herr, nicht die Kommunistische Partei Kubas." Am 3. Februar erklärte er: "Die Tage dieser Diktatur sind zu Ende, zumindest so wie wir sie kennen."

Seit Mitte März befindet sich das Duo weiterhin in Haft, was die persönliche Belastung noch erhöht. Medinas kleine Tochter wurde von ihrem Vater getrennt, was die familiären Probleme inmitten der wirtschaftlichen Probleme Kubas noch verschlimmert. Interessengruppen wie Cubalex und Amnesty International haben den Fall als ein Beispiel für unterdrückte Meinungsäußerung hervorgehoben und dabei auf frühere Bedenken über das Schweigen junger Aktivisten aufgebaut.

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