Eskom hielt am Sonntag eine Pressekonferenz ab, um vier kürzlich aufgetretene strahlungsbedingte Vorfälle im Kernkraftwerk Koeberg zu erläutern. Die Ereignisse ereigneten sich während einer geplanten Wartungsabschaltung von Block 2 und betrafen luftgetragene Kontaminationen bei Tests der Dampferzeuger. Offizielle betonten, dass kein Material über das Kraftwerksgelände hinaus gelangte und zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand.
Die Vorfälle ereigneten sich am 30. Juni, 2. Juli, 7. Juli und 16. Juli, während der Reaktorblock 2 von Koeberg außer Betrieb war. Velaphi Ntuli, Leiter der Nuklearabteilung bei Eskom, erklärte, dass die Ereignisse auf kleine Mengen radioaktiver Korrosionsprodukte, hauptsächlich Kobalt-58, zurückzuführen seien, die während der Wirbelstromprüfung der Dampferzeuger in die Luft gelangten. Lüftungsanlagen erlitten bei zwei Gelegenheiten Stromausfälle, was zu vorsorglichen Evakuierungen von Mitarbeitern führte. Die höchste gemessene Strahlungsdosis unter dem Personal betrug 20 Mikrosievert und lag damit weit unter dem jährlichen Grenzwert für beruflich strahlenexponierte Personen von 20.000 Mikrosievert. Gino Moonsamy, Sprecher der National Nuclear Regulator, bestätigte, dass die Ereignisse nicht als nuklearer Notfall eingestuft wurden und keine Sicherheitsauswirkungen auf die Öffentlichkeit hatten. Eskom erklärte, dass die Wartungsarbeiten weiterhin planmäßig bis November 2026 abgeschlossen werden sollen. Die Energieanalysten Chris Yelland und Hartmut Winkler sagten, die Vorfälle hätten die Öffentlichkeit nicht gefährdet, unterstrichen jedoch Bedenken hinsichtlich wiederholter Geräteausfälle während der Sanierung. Der Atomkraftgegner Peter Becker forderte eine genauere Überprüfung der operativen Disziplin im Kraftwerk.