Das abschließende Podium der 24. Festa Literária Internacional de Paraty brachte am Sonntag (26.) die Schriftstellerinnen Eva Baltasar und Susy Freitas zusammen. Vor einem Publikum im Hauptzelt verteidigten die Autorinnen eine intuitive Literatur, die sich Etiketten widersetzt.
Das von der Journalistin Micheline Alves moderierte Podium diskutierte Themen wie Lyrik, Mutterschaft, Verlangen, Identität und kreative Freiheit. Baltasar, Autorin der Trilogie „Permafrost“, „Boulder“ und „Mamute“, erklärte, dass die Lyrik als eine Form der Selbsterkenntnis entstanden sei. „Die Poesie war für mich ein Weg, mich selbst kennenzulernen, in mein Inneres zu reisen“, sagte sie. Susy Freitas, die amazonische Autorin von „O Baile do Juízo Final“, berichtete, dass ihr Zugang zur poetischen Sprache über den Klang erfolgte und das Buch aus Intuition und Träumen entstand. Beide erörterten Themen wie Verlangen und Sexualität, wobei Baltasar den Druck zum Aktivismus zurückwies: „Ich bin eine Aktivistin des Lebens und des Schreibens.“ Künstlerischer Leiter Mauro Munhoz beendete die Veranstaltung mit einer kurzen Rede. „Die Flip ist nicht garantiert. Wir brauchen euch, um weiterzumachen.“ Das literarische Programm der Flip endete mit diesem Podium um 15:30 Uhr.