Ein ehemaliger Polizeibeamter aus North Carolina wurde am 22. April in Florida festgenommen, da er angeblich einen Massenmord auf dem New Orleans Jazz & Heritage Festival geplant haben soll. Christopher Gillum wurde in einem Hotel in Destin in Gewahrsam genommen, wo Behörden eine Handfeuerwaffe und 200 Schuss Munition fanden. Das Festival beginnt heute und dauert bis zum 3. Mai.
Das Sheriff-Büro des Okaloosa County gab bekannt, dass Beamte Christopher Gillum widerstandslos festgenommen haben, nachdem sie von Bundesbehörden einen Hinweis erhalten hatten, dass er sich für einen Massenmord auf dem Weg zu einem großen Festival in Louisiana befand. Die Beamten stellten in seinem Hotelzimmer eine Handfeuerwaffe und etwa 200 Schuss Munition sicher. Laut einem Social-Media-Beitrag des Sheriffs und Aussagen gegenüber der Associated Press wird Gillum als flüchtiger Straftäter geführt und wegen terroristischer Drohungen angeklagt; eine Auslieferung nach Louisiana ist geplant. Lieutenant Clint Lyons aus dem Alamance County teilte der Associated Press mit, dass Gillums Familie ihn am Dienstag in Burlington, North Carolina, als vermisst gemeldet habe und dabei auf seine Vorgeschichte von Selbstverletzungen sowie kürzliche Drohungen gegen Schwarze hingewiesen habe. Lyons fügte hinzu, dass Gillum die Staatsgrenze überschritten habe, bevor Unterlagen für eine unfreiwillige psychiatrische Einweisung eingereicht werden konnten. Bundesagenten forderten zunächst eine Überprüfung seines Wohlergehens an, was in eine Überwachung mündete, die zu einem Haftbefehl führte. Gillum war von 2004 oder 2006 bis 2019 als Polizist in Chapel Hill tätig und arbeitete später zeitweise als Deputy für das Sheriff-Büro des Orange County, bevor er im September 2025 kündigte. Matthew Goldman, Pressesprecher des New Orleans Jazz Fest, sagte: „Das Jazz Fest ist allen Strafverfolgungsbehörden für ihr Engagement und ihren außergewöhnlichen Einsatz zum Schutz unserer Gemeinschaft dankbar.“ Er wies auf die enge Koordination mit dem FBI, der Louisiana State Police, dem New Orleans Police Department und anderen hin. Sergeant Ross Brennan von der Louisiana State Police erklärte: „Derzeit gibt es keine bekannten direkten Bedrohungen für Festivals in Louisiana.“ Zu den Headlinern zählen Stevie Nicks, Kings of Leon, Lorde, David Byrne, Herbie Hancock und Mavis Staples.