Finnlands Ilkka Herola sicherte sich seinen zweiten Weltcupsieg im kompaktformat der Nordischen Kombination auf dem Kulm in Österreich am 27. Februar 2026, indem er Österreichs Johannes Lamparter in einem knappen Spintfinish abhängte. Frankreichs Marco Heinis beendete trotz Weltrekordweite von 233,5 Metern zuvor als 13. das Rennen, nachdem er im Langlaufteil Mühe hatte. Der Sieg unterstreicht Herolas Ausdauer nach 237 Starts im Cirque.
Der Weltcup-Kompakt in Nordischer Kombination auf dem Kulm umfasste einen Skiflug-Sprung gefolgt von einem 7,5 km Langlauf. Nach den Sprüngen führten Ilkka Herola und Johannes Lamparter das Feld an und starteten vor der Verfolgergruppe. Die beiden arbeiteten zunächst zusammen, um ihren Vorsprung gegenüber Konkurrenten wie Deutschlands Johannes Rydzek und Norwegens Einar Luraas Oftebro zu halten. \n\nIn den Schlussphasen attackierte Lamparter, doch Herola konterte mit einem stärkeren Sprint und sicherte den Sieg. Es war Herolas zweiter individueller Weltcupsieg. „Das ist ein besonderer Ort zum Siegen. Wenn mir vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, dass ich ein Weltcuprennen nach Skifliegen gewinne, hätte ich es nicht geglaubt. Es war ein unglaublicher Tag heute“, sagte Herola zur FIS. \n\nRydzek wurde Dritter, 16 Sekunden zurück, gleichauf mit Oftebro auf Platz vier. Norwegens Jens Luraas Oftebro, der olympische Triple-Medaillengewinner, landete Fünfter mit 18 Sekunden Rückstand. Finnlands Eero Hirvonen kämpfte sich von Startnummer 19 auf Platz sechs vor, ebenfalls 18 Sekunden zurück. Deutschlands Julian Schmid wurde Neunter, 19 Sekunden hinter dem Sieger. \n\nMarco Heinis, der einzige Franzose, startete Zweiter nach seinem rekordverdächtigen Sprung auf 233,5 Meter, der französische und Weltrekorde in der Kombination setzte. Er wurde jedoch nach einem Kilometer von Herola überholt und fiel in der Rennmitte zurück. Er beendete als 13. mit 29 Sekunden Rückstand auf Herola, sein bestes Ergebnis in 15 Weltcuprennen. \n\nLamparter verkürzte den Abstand in der Gesamtwertung und führt mit 173 Punkten, ein Sieg bringt 100 Punkte, zwei Rennen stehen noch aus. Das Event betonte die Herausforderungen des Übergangs von außergewöhnlichem Springen zu Langlauf im Kompaktformat.