Kenneth Henriksen über das neue Album von Course Of Fate Behind The Eclipse

Die norwegische Progressive-Metal-Band Course Of Fate hat ihr neuestes Album Behind The Eclipse veröffentlicht. In einem Interview teilte Gitarrist Kenneth Henriksen Einblicke in den kreativen Prozess, Themen von Licht und Dunkelheit sowie norwegische Einflüsse der Band.

Course Of Fate, eine norwegische Progressive-Metal-Band, hat kürzlich ihr neues Album Behind The Eclipse vorgestellt. Im Gegensatz zu ihrer vorherigen Veröffentlichung Mindweaver, die ein Concept-Album war, verzichtet dieses auf eine strenge narrative Struktur. Gitarrist Kenneth Henriksen erklärte, dass dieser Wechsel befreiend wirkte und der Band mehr Freiheit gab, Texte mit musikalischen Emotionen abzustimmen, ohne an eine chronologische Geschichte gebunden zu sein. Dennoch ergab sich ein einende Thema: der Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Henriksen hob den Wert der Einfachheit beim Songwriting hervor. „Wir stellen oft fest, dass die schönsten Songs nicht so komplex sind, sondern etwas tun, das noch nicht gemacht wurde“, sagte er. Er merkte an, dass das Setzen von Grenzen während der Schaffung Innovation anregen kann, wodurch einfache Ideen als frisch und wirkungsvoll hervortreten. Die norwegischen Wurzeln der Band spielen eine Rolle bei ihrer thematischen Erkundung. Henriksen verband die extremen saisonalen Dunkelheit und Helligkeit in Skandinavien mit kulturellen Ausdrücken wie den Gemälden von Edvard Munch, der Literatur von Knut Hamsun, Black Metal und Nordic Noir. Diese Umgebung fördert ein Gefühl der Melancholie, das ihr Werk durchdringt. Er stellte dies dem Hang Schwedens zu upbeat Pop gegenüber, möglicherweise verbunden mit langanhaltendem Tageslicht. Das Balancieren von Perfektionismus und Intuition bleibt eine Herausforderung. „Es ist ein endloser Streit“, gab Henriksen zu, betonte, dass Entscheidungen oft auf das reduzieren, was „sich richtig anfühlt“, unterstützt durch Fristen. Bezüglich der Schaffung überzeugender Emotionen hielt er sowohl Dunkelheit als auch Hoffnung für gleichermaßen schwierig, was die grauen Bereiche des Lebens widerspiegelt – eine Kernidee des Albums. Die Einflüsse auf Behind The Eclipse sind eklektisch und manchmal unbewusst. Die Band schöpft aus vielfältigen Quellen, was zu unerwarteten Vergleichen durch Rezensenten führt. Ein herausragender Live-Moment ereignete sich bei ihrer ersten Aufführung von „Valkyries“ aus dem Album Somnium, das eine unerwartete Energie freisetzte. In einem spielerischen Kommentar schlug Henriksen vor, dass Tracks wie „Acolyte“ oder die düstere Ballade „Don’t Close Your Eyes“ im Eurovision Song Contest gut abschneiden könnten. Er dankte den Fans für ihre Unterstützung und äußerte Hoffnungen auf bevorstehende Touren.

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