March for Our Lives kritisiert Vermarktung von A24-Film The Drama

Die Gruppe zur Prävention von Waffengewalt March for Our Lives hat die Werbekampagne für den A24-Film The Drama scharf kritisiert, da diese in krassem Widerspruch zu den ernsten Themen des Films stehe. Die Stellungnahme erfolgte im Vorfeld der Filmpremiere am 4. April 2026 mit Zendaya und Robert Pattinson in den Hauptrollen. Die Organisation forderte einen verantwortungsbewussteren Umgang bei der Vermarktung von Inhalten, die Amokläufe an Schulen thematisieren.

March for Our Lives, eine von Schülern geführte Interessengruppe, veröffentlichte auf Instagram eine Stellungnahme kurz vor der Premiere von Kristoffer Borglis schwarzer romantischer Komödie The Drama. Der Film zeigt Zendaya als zukünftige Braut Emma, die zu Beginn der Geschichte enthüllt, dass sie einst einen Amoklauf an einer Schule plante, diesen jedoch nicht ausführte. Die Gruppe argumentierte, dass der Film zwar versuchen mag, das Thema Verantwortlichkeit anzusprechen, die Vermarktung durch A24 dem Thema jedoch nicht mit der gebotenen Ernsthaftigkeit begegne. „Der Film mag versuchen, reale Fragen über Verantwortung und Veränderung aufzuwerfen, aber das Marketing von A24 wird dem nicht gerecht“, heißt es in der Erklärung. „Bei einem so ernsten Thema, insbesondere in den USA, darf diese Konversation nicht auf der Leinwand beginnen und enden. Sie muss sich auch darin widerspiegeln, wie der Film präsentiert wird. Wir verstehen, dass Kunst Unbehagen auslösen und Humor nutzen kann, um sich schwierigen Themen zu nähern. Aber wenn ein Ereignis wie ein Amoklauf an einer Schule leichtfertig behandelt oder ironisiert wird, wirft das eine tieferliegende Frage auf: Welche Art von Diskussion soll damit eigentlich angestoßen werden?“ Geschäftsführerin Jaclyn Corin erklärte gegenüber IndieWire, dass es eine vertane Chance oder gar schlimmer sei, eine klare Auseinandersetzung mit der Schwere des Themas zu vermeiden. Sie schlug vor, dass A24 auf die Bedenken von Überlebenden eingehen, die Absicht des Films erläutern und Diskussionsrunden zum Thema Waffengewalt veranstalten sollte. A24 lehnte eine Stellungnahme ab. Laut TMZ bezeichnete Tom Mauser, dessen Kind beim Amoklauf an der Columbine High School 1999 ums Leben kam, die Filmprämisse letzte Woche als schrecklich. Die Kritiken fallen gemischt aus; Pete Hammond von Deadline beschrieb den Film als schwarzhumoriges Werk, das dazu bestimmt sei, für Gesprächsstoff zu sorgen.

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