Es sind Fragen zu der Behauptung aufgekommen, dass jährlich 3 Billionen Naira durch Sendezeit- und Datenguthaben aus Nigeria abfließen. Branchenschätzungen beziffern die Marktgröße auf jährlich 300 bis 400 Milliarden Naira. Die Debatte findet parallel zu einer rechtlichen Anfechtung der DEON-Vorschriften von 2025 statt.
Gbenga Adebayo, Vorsitzender der Association of Licensed Telecoms Operators of Nigeria, erklärte, dass der Markt für Sendezeitkredite als informeller Kreditmechanismus für Millionen von Nigerianern diene. Er bezifferte den Wert auf jährlich zwischen 300 und 400 Milliarden Naira und warnte davor, dass regulatorische Streitigkeiten diese Lebensader bedrohen. Analysten stellten in Frage, wie ein Markt dieser Größe jährliche Gewinnrückführungen in Höhe von 3 Billionen Naira stützen könnte. Ein Analyst erklärte, dass Zahlen dieser Größenordnung, die in den öffentlichen Diskurs eingehen, eine Offenlegung der zugrunde liegenden Methodik erfordern, um Transparenz bei politischen Entscheidungen zu gewährleisten. Die Wireless Application Service Providers Association of Nigeria hat vor dem Federal High Court in Lagos die Klage Nr. FHC/L/CS/760/2026 eingereicht. Das Gericht erließ einstweilige Verfügungen, die die Durchsetzung zentraler Aspekte der DEON-Vorschriften von 2025 untersagen. Die Federal Competition and Consumer Protection Commission erklärte, dass sie an bestimmten Behauptungen nicht beteiligt sei und bestätigte, dass die Umsetzung der Vorschriften weiterhin ausgesetzt bleibe.