Neil Young hat einen scharfen Gastbeitrag auf seiner offiziellen Website veröffentlicht und verurteilt Donald Trump dafür, Amerika zu spalten und zu den jüngsten Unruhen beizutragen. Der Beitrag, der auf den Neil Young Archives gepostet wurde, ruft zu friedlichen Protesten inmitten landesweiter Demonstrationen nach einer tödlichen Schießerei durch einen ICE-Beamten in Minneapolis auf. Young teilt auch Updates zu seinen bevorstehenden Musikveröffentlichungen und Tourneen.
Neil Young startete das neue Jahr mit einem feurigen Editorial auf der Website Neil Young Archives, das Präsident Donald Trump und seine Administration ins Visier nimmt. Am 9. Januar 2026 veröffentlicht, beschreibt der Text die Vereinigten Staaten als 'Desaster' unter Trumps Führung. 'Wacht auf, Leute!', schreibt Young. 'Heute ist die USA ein Desaster. Donald Trump zerstört Amerika Stück für Stück mit seinem Stab aus Möchtegerns, Leuten ohne Erfahrung oder Talent, heimlichen alkoholkranken Ehefrauenschlägern, unerfahrenen Führern, die nur wissen, wie man lügt, um Trumps Falschheit zu gefallen, damit sie ihre unverdienten Positionen in seiner inkompetenten Regierung behalten können, einem Kongress voller Republikaner, die wie Idioten ohne Gewissen agieren… Er hat uns gespalten.'Der Gastbeitrag kommt nur Tage nach einer Schießerei, bei der ein Demonstrant von einem ICE-Beamten in Minneapolis getötet wurde, was Proteste in Großstädten auslöste. Young fordert zum Handeln auf: 'Wir müssen Trump beim Wort nehmen. Make America Great Again. Es wird nicht leicht sein, solange er versucht, unsere Städte in Schlachtfelder zu verwandeln, um unsere Wahlen mit Kriegsrecht abzuschaffen und aller Verantwortung zu entkommen… Etwas muss sich ändern. Wir wissen, was zu tun ist. Erhebt euch. Friedlich in Millionen. Zu viele unschuldige Menschen sterben.' Er kritisiert ICE scharf und sagt: 'Es ist ICE-kalt hier in Amerika. Es gab kein ICE vor Trump. Keine Soldaten auf den Straßen vor Trump.' Eine Notiz klärt, dass ICE vor Trump existierte, obwohl seine Taktiken intensiviert wurden.Das ist nicht Youngs erste Kritik an Trump, trotz der früheren Bewunderung des Präsidenten für seine Musik. In einem Rolling-Stone-Interview von 2008 lobte Trump Youngs Stimme als 'perfekt und haunting'. Letzten Sommer veröffentlichte Young 'Big Crime', ein Protestlied mit Zeilen wie 'Don’t need no fascist rules' und 'Don’t want soldiers on our streets.' Der Track wurde kürzlich von Yo La Tengo gecovert.Im Editorial gibt Young auch Musik-Updates. Er bereitet den vierten Band seiner Archive-Box-Sets vor und hat eine neue Version von 'Ordinary People' aus der Blue-Notes-Ära entdeckt sowie ein seltenes Crazy-Horse-Konzert vom 13. März 1996 – das erste Konzert der Band nach dem Tod des Produzenten David Briggs im November 1995. Dieses Auftritt in Old Princeton Landing in Princeton-By-The-Sea, Kalifornien, enthielt Songs von Zuma und die Debüt-Live-Version von 'Stupid Girl'.Ausblickend starten Neil Young and Chrome Hearts am 19. Juni 2026 in Manchester, England, eine Europatour, mit begrenzten US-Daten geplant.