Prince Nweze Onu, stellvertretender nationaler Vorsitzender der New Nigeria People’s Party, hat davor gewarnt, dass das kürzlich verabschiedete Staatspolizeigesetz im Vorfeld der allgemeinen Wahlen 2027 von den Regierungen der Bundesstaaten missbraucht werden könnte.
Onu äußerte die Warnung am Donnerstag in einer Erklärung aus Abuja. Er räumte ein, dass die Einrichtung einer Staatspolizei schon lange als Lösung für Nigerias Sicherheitsprobleme vorgeschlagen worden sei, kritisierte jedoch die überstürzte Verabschiedung des Gesetzes.
Der NNPP-Funktionär erklärte, dass zentrale Themen wie Rechenschaftspflicht, operative Unabhängigkeit, Finanzierung und Aufsicht nicht ausreichend national debattiert worden seien. Er forderte die Bundesregierung und die Nationalversammlung auf, die landesweite Umsetzung zunächst auszusetzen und die bestehenden regionalen Einheiten wie Amotekun und Ebubeagu zu überprüfen.
„Nigeria verdient Sicherheitsinstitutionen, die jeden Bürger gleichermaßen schützen“, betonte Onu. „Wir dürfen niemals zulassen, dass eine Reform, wie gut sie auch gemeint sein mag, zu einem Werkzeug für politische Verfolgung wird.“