Peter Chan reflektiert über UFO-Ära beim Tokyo Film Festival

Filmemacher Peter Chan kehrte fast drei Jahrzehnte nach dem Tokyo International Film Festival zurück, als seine UFO-Filme Massen anzogen, und teilte Einblicke in seine marktorientierte Karriere von Hongkongs goldenem Zeitalter bis zu Produktionen im chinesischen Festland. In einem Gespräch mit dem Festivalprogrammdirektor Ichiyama Shozo sprach Chan über den Indie-Geist von United Filmmakers Organization, den Zusammenbruch des taiwanischen Marktes und Anpassungen in der Branche. Sein neuester Film 'She Has No Name' wurde als Teil des Events gezeigt.

Veranstaltungsübersicht

Peter Chan Ho-sun sprach am 1. November 2025 beim Tokyo International Film Festival und reflektierte über den Verlauf seiner Karriere. Er erinnerte sich an die Festivals von 1993 und 1994, bei denen seine Filme „He Ain’t Heavy, He’s My Father“ und „He’s a Woman, She’s a Man“ die Shibuya-Kinos füllten. Chan gründete UFO 1992 mit Regisseuren wie Jacob Cheung, um Filme über gewöhnliche Menschen zu schaffen, inspiriert von United Artists. „Das waren die besten Tage meines Lebens“, sagte er über die UFO-Periode.

Branchenherausforderungen

Chan beschrieb den Rückgang der Hongkonger Filmindustrie ab 1991-1992, ausgelöst durch den Zusammenbruch des taiwanischen Marktes. Taiwanische Distributoren begannen, Inhalte basierend auf früheren Erfolgen zu diktieren, was zu einer Preiskappe 1994 führte, die Hollywood-Majors dominieren ließ. „Über Nacht, in einem oder zwei Jahren, der Prozentsatz chinesischsprachiger Filme im Vergleich zu englischsprachigen... war bis 2000 98 % englischsprachig“, erklärte Chan. Dieser Wandel beendete die Unabhängigkeit von UFO und trieb ihn zu Hollywood und dann zu panasiatischen Koproduktionen über Applause Pictures.

Karriereentwicklung

Nach einem kurzen Hollywood-Aufenthalt mit „The Love Letter“ konzentrierte sich Chan auf das chinesische Festland und inszenierte Filme wie den Musical von 2005 „Perhaps Love“, „The Warlords“ von 2007 und „American Dreams in China“ von 2013. Er betonte die Anpassung an Marktanforderungen: „Ich mache Filme, die der Markt braucht. Denn wenn der Markt diesen Film nicht braucht, bekommst du keine Finanzierung.“ Sein Neuester, „She Has No Name“, hatte 2024 Premiere in Cannes und beleuchtet einen Mordfall in Shanghai 1945 mit Zhang Ziyi; Teil zwei ist für 2026 geplant. Chan wies auf Herausforderungen beim Rückkehr nach Hong Kong hin, bedingt durch aufgeblähte Crew-Kosten durch chinesische Produktionen. Er hob „Comrades: Almost a Love Story“ als seinen langlebigsten Film hervor aufgrund perfekten Timings.

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