Produzentin May Jabareen spricht über 'Ping-Pong' nach Siegen beim Cairo Film Connection

Der palästinensische Film 'Ping-Pong', inszeniert von Saleh Saadi, hat mehrere Preise in der Entwicklungs-Kategorie beim Cairo Film Connection gewonnen. Produzentin May Jabareen von Philistine Films teilte in einem Interview mit Variety Details zur Story des Projekts, seinen Themen und zum Sounddesign. Der Film beleuchtet Resilienz und Menschlichkeit inmitten von Konflikten in besetzten Gebieten.

Auszeichnungen und Anerkennung

'Ping-Pong' sicherte sich den I Sound Award mit 20.000 Dollar für Sound-Services, den Cinetech Award mit 5.000 Dollar für Postproduktions-Services sowie einen Special Touch Geldpreis von 1.500 Dollar. Diese Erfolge unterstreichen das Potenzial des Projekts im wettbewerbsintensiven Entwicklungssektor des Cairo Film Connection.

Story und Themen

Die Erzählung dreht sich um Issam, einen Bewohner der besetzten Gebiete von 1948, der mit persönlichem Verlust konfrontiert ist, während der Krieg im nahen Gaza eskaliert. Er findet Trost in nächtlichen Ping-Pong-Matches im Haus eines Nachbarn, die als Zufluchtsort dienen. Jabareen beschrieb es als 'einen Film über stille, resiliente Akte des Überlebens', mit Schwerpunkten auf der Bewahrung der Menschlichkeit, dem Finden von Freude und dem Knüpfen von Verbindungen inmitten von Trauer und Chaos.

Sounddesign-Ansatz

Sound spielt eine zentrale Rolle als emotionale Kraft mit rohem Realismus. Jabareen betonte, dass 'die Geräusche von Kampfflugzeugen, Drohnen und fernen Explosionen die Figuren verfolgen' und Momente der Unschuld stören. Das Design zielt darauf ab, den Rhythmus der Trauer durch ein präzises Klangbild einzufangen, das das Publikum in die Spannung des Lebens im besetzten Palästina eintauchen lässt, während Gräueltaten in der Nähe stattfinden.

Entwicklungsstand

Das Team hat den ersten Entwurf abgeschlossen und verfeinert den zweiten. Jüngste Unterstützung umfasst einen Preis der Masna3-Initiative in Tunis mit Bargeld und Beratung sowie die Teilnahme am Producer’s Lab des Doha Film Institute im letzten Monat. Trotz Visa-Problemen, die eine physische Teilnahme in Kairo verhinderten, erwartet Jabareen breitere Aufmerksamkeit, potenzielle Partnerschaften und wertvolles Jury-Feedback.

Weitere Projekte der Produzentin

Jabareen ist assoziierte Produzentin bei 'Palestine 36', inszeniert von Annemarie Jacir, das in einer Gala beim Toronto International Film Festival in diesem Jahr uraufgeführt wurde und Palästina in der Kategorie Bester Internationaler Film bei den Academy Awards vertritt. Die Handlung spielt während des Arabischen Aufstands von 1936 unter britischer Herrschaft und untersucht koloniale Spannungen sowie Flüchtlingszuflüsse. Sie produzierte zudem mit dem Dokumentarfilm 'House of Hope' von Marjolein Busstra, der diese Woche bei IDFA Premiere feierte und eine Nominierung für den Besten Niederländischen Film erhielt; er fokussiert eine pazifistische Schule im besetzten Westjordanland inmitten zunehmender Gewalt. Darüber hinaus entwickelt sie eine Dramedy-Serie in Palästina, zwei Spielfilmdokumentationen palästinensischer Regisseure und eine Animationsserie.

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