Die spanische Serie The New Years hat auf Mubi Premiere gefeiert und bietet eine eindringliche Erkundung einer zehnjährigen Liebesgeschichte. Über 10 Episoden von 2014 bis 2024 verfolgt sie die sich wandelnde Beziehung zwischen Ana und Óscar in Madrid und darüber hinaus. Geschaffen von Rodrigo Sorogoyen, wird die Serie mit den intimen Romanzen von Éric Rohmer und Richard Linklater verglichen.
The New Years, eine neue spanische Fernsehserie, hatte diesen Monat auf der Streaming-Plattform Mubi Premiere und erhält Lob für ihre langsam entflammende Romanze und Charaktertiefe. Regie führte Rodrigo Sorogoyen —bekannt für sein Drama von 2022 The Beasts, ebenfalls auf Mubi verfügbar—, die Serie wurde gemeinsam mit Sara Cano und Paula Fabra verfasst. Über 10 Episoden à 35 bis 55 Minuten, insgesamt fast acht Stunden, erzählt sie die Liebesgeschichte zweier junger Madrilenen, Ana und Óscar, während sich ihre Beziehung über ein Jahrzehnt entfaltet.
Die Erzählung nutzt eine einzigartige Struktur: Jede Episode spielt ausschließlich am 31. Dezember und schreitet von 2014 bis 2024 voran. Im Auftakt ist Ana, dargestellt von Iria del Río mit einem Gefühl rastloser Sehnsucht, eine 30-jährige Barfrau an ihrem Geburtstag, unsicher über ihren Karriereweg. Nach einer Nacht des Feierns trifft sie Óscar, gespielt von Francesco Carril als ruhiger, aber widerstandsfähiger Medizinstudent. Ihr alkoholgetriebener One-Night-Stand entwickelt sich zu einer tiefen, aber unpassenden Verbindung — Ana sehnt sich nach Abenteuer, Óscar nach Stabilität.
Die Serie reist von Madrid nach Berlin und Lyon und betont die Ziehen und Zerren des Lebens durch offene Sexszenen und subtile psychologische Einblicke. Im Verlauf der Handlung erhöhen mittlere Entwicklungen die emotionalen Einsätze und schaffen eine romanartige Intimität mit den Protagonisten und ihrem Kreis. Ana wird zu einer von ihren Gelüsten getriebenen Köchin, Óscar zu einem freundlichen, aber verschlossenen Arzt, geprägt von alten Wunden.
Mubi veröffentlicht Episoden wöchentlich bis Januar, sodass Zuschauer die schrittweisen Enthüllungen genießen können. Obwohl sparsam mit Plot-Twists, glänzt The New Years in Gesprächen und emotionaler Feinheit und erinnert an die gesprächigen Meisterwerke von Éric Rohmer oder Richard Linklaters Before-Trilogie. Kritiker loben das lohnende Tempo, das in einem Finale mündet, das tiefe Fragen zur dauerhaften Liebe aufwirft, ohne sie vorhersehbar zu beantworten.