Vincent Kompany lobt Marie-Louise Etas historische Rolle bei Union Berlin

Bayern-München-Trainer Vincent Kompany bezeichnete die Ernennung von Marie-Louise Eta zur Interimscheftrainerin von Union Berlin als inspirierend. Die 34-jährige Eta ist nach der Entlassung von Steffen Baumgart die erste Frau, die eine Männermannschaft in der Bundesliga leitet. Kompany mahnte zur Geduld für sie in der anspruchsvollen Welt des Trainergeschäfts.

Union Berlin ernannte diese Woche Marie-Louise Eta nach der Entlassung von Steffen Baumgart zur Interimscheftrainerin der Männermannschaft. Die 34-Jährige hatte zuvor die U19-Mannschaft des Vereins trainiert und war 2023 bei Union Berlin die erste weibliche Co-Trainerin im deutschen Oberhaus. In der kommenden Saison wird sie das Frauenteam des Vereins übernehmen. Kompany bezeichnete den Schritt vor dem Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen Real Madrid als etwas Besonderes. „Ich freue mich wirklich sehr (über Etas Ernennung)“, sagte er. „Es eröffnet vielen kleinen Mädchen, die jetzt Fußball spielen und denken: 'Ich kann überall coachen, eine richtige Karriere machen und erfolgreich sein', viele Möglichkeiten. Solche Geschichten sind wirklich wichtig.“ Der Bayern-Chef forderte zudem Geduld in einer Branche, die er als rücksichtslos beschrieb. „Ich wünsche ihr alles Gute und der einzige Teil, den ich mir wünsche, ist, dass sie nicht wie ein Mann behandelt wird, dass man geduldig mit ihr ist, denn der Trainerjob lässt es auf Führungsebene an Geduld vermissen“, fügte Kompany hinzu. Union Berlin verurteilte am Montag in einer Stellungnahme eine Welle sexistischer Online-Anfeindungen gegen Eta und bezeichnete diese als „wahnsinnig“ und „beschämend“.

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